Mittwoch , 28. Oktober 2020
Migranten, die aus drei Booten in Seenot gerettet wurden, sitzen an Bord des Rettungsschiffs "Sea Watch 3". Wenige Tage nach ihrer Ankunft in Sizilien sind 28 von 211 Migranten an Bord positiv auf das Coronavirus getestet worden. Quelle: Laila Sieber/Sea-Watch/dpa

Migranten von “Sea-Watch 3” positiv auf Corona getestet

Seit der Corona-Krise müssen Migranten von Rettungsschiffen in Italien auf anderen Schiffen zwei Wochen in Quarantäne. So auch 211 Menschen, die zuletzt von der „Sea-Watch 3“ gerettet wurden. 28 von ihnen wurden nun positiv auf Corona getestet.

Rom. Wenige Tage nach ihrer Ankunft mit dem Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ in Sizilien sind 28 von 211 Migranten an Bord positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies berichtete am Mittwoch die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Die Migranten wurden auf dem Quarantäneschiff “Moby Zazà” untergebracht, das vor Porto Empedocle in Sizilien liegt. Auch der Regionalpräsident Siziliens, Nello Musumeci, bestätigte die Infektionen.

Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch war am Wochenende in den Hafen in Sizilien eingelaufen. Seit der Corona-Krise müssen die Migranten von Rettungsschiffen in Italien auf anderen Schiffen zwei Wochen in Quarantäne.

Von drei verschiedenen Booten gerettet

Die Menschen waren letzte Woche von drei verschiedenen Booten gerettet worden. Eine Sea-Watch-Sprecherin erklärte, die Hilfsorganisation sei noch nicht offiziell von den Behörden über die Corona-Fälle informiert worden.

Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Trotz Pandemie brechen Migranten von Libyen in Richtung Europa auf. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Menschen auch mit Hilfe der EU zurück ins Bürgerkriegsland Libyen gebracht werden, wo ihnen schwerste Misshandlungen drohen.

RND/dpa