Mittwoch , 21. Oktober 2020
Medizinisches Personal in Schutzkleidung führt in einem mobilen Corona-Abstrichzentrum bei einem Autofahrer einen Corona-Test durch. Quelle: Uwe Anspach/dpa

Mecklenburg-Vorpommern macht Corona-Abstrichzentren dicht

Seit März sind bis zu 16 Abstrichzentren über ganz Mecklenburg-Vorpommern verteilt eingerichtet worden. Zum Monatsende wird der Großteil nun wieder geschlossen. Getestet wird weiterhin – aber fast nur noch in regulären medizinischen Einrichtungen.

Schwerin. Wegen der anhaltend geringen Zahl von Corona-Neuinfektionen schließt Mecklenburg-Vorpommern zum Monatsende den Großteil seiner Abstrichzentren. “Das ist auch ein Schritt hin zu mehr Normalität im Gesundheitssektor. Die Nachfrage nach Tests ist deutlich gesunken”, sagte Wirtschaft- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag in Schwerin.

Zwar müsse auch künftig noch getestet werden. Dies solle aber vor allem in regulären medizinischen Einrichtungen geschehen. Über die Umsetzung liefen Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Universitätsmedizinen in Rostock und Greifswald sowie weiteren Einrichtungen.

Mobile Testteams je nach Bedarf im Einsatz

Laut Glawe waren seit März bis zu 16 Abstrichzentren über ganz Mecklenburg-Vorpommern verteilt eingerichtet worden. Damit hatte sich das Land auf eine größere Infektionswelle eingestellt. Zudem sollte mit der Auslagerung der Tests das Ansteckungsrisiko in Arztpraxen drastisch eingeschränkt werden.

Hinzu kamen zehn mobile Testteams, die Abstriche vornahmen. Diese Teams könnten je nach Bedarf und Regionen auch weiterhin eingesetzt werden, sagte Glawe.

792 von 98.800 Corona-Tests positiv

Insgesamt seien bislang rund 98.800 Corona-Tests durchgeführt worden. Dabei seien landesweit 792 Infektionsfälle ermittelt worden, hieß es. 20 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. “Wir haben bundesweit die niedrigsten Infektionszahlen”, sagte Glawe.

Dies sei insbesondere den umfangreichen Schutzmaßnahmen zu verdanken. Doch sei die Pandemie noch nicht vorbei. Auch künftig müsse auf ein verstärktes Infektionsgeschehen schnell reagiert werden können.

RND/dpa