Donnerstag , 24. September 2020
Außenminister Heiko Maas (SPD, r) unterhält sich mit deutschen Soldaten im Hauptsitz der Operation EUNAVFOR Irini in Rom. Maas besucht für politische Gespräche die italienische Hauptstadt. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Maas fordert mehr Einsatz von EU-Ländern für Marinemission “Irini”

Andere EU-Länder müssten sich mehr für die Marinemission „Irini“ engagieren, forderte Außenminister Heiko Maas in Rom. Mit der Mission soll der Waffenschmuggel nach Libyen bekämpft werden. Maas war unter anderem für Gespräche über die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nach Italien gereist.

Rom. Außenminister Heiko Maas fordert mehr Engagement anderer Länder für die EU-Marinemission „Irini“ zum Kampf gegen den Waffenschmuggel nach Libyen. Der Einsatz müsse weiter stabilisiert werden, sagte der SPD-Politiker bei seinem Besuch mit dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio des „Irini“-Hauptquartiers am Montag in Rom. „Dazu müssen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auch noch mehr Beiträge liefern, weil die Verstöße gegen das Waffenembargo leider andauern.“

Maas besuchte in Rom auch das staatliche Spallanzani-Institut, das in Italien führend für die Forschung zum Coronavirus und bei der Behandlung von Covid-19-Patienten ist. Bei Gesprächen mit Di Maio wollte Maas auch über das EU-Aufbauprogramm “Recovery Fund” sprechen. “Ich bin mir absolut sicher, dass wir uns innerhalb der Europäischen Union verständigen werden”, sagte Maas. Nach seinem Besuch in Italien reist er weiter nach Spanien.

RND/dpa