Samstag , 26. September 2020
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (CDU). Quelle: Henning Kaiser/dpa

NRW-Landtag befasst sich mit Laschet-Äußerung zu Rumänen und Bulgaren

In einer umstrittenen Äußerung hatte NRW-Ministerpräsident „Rumänen und Bulgaren“ für den Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik verantwortlich gemacht. Nach scharfer Kritik rückte er seine Aussage zurecht. Trotzdem will sich nun der Landtag damit befassen.

Düsseldorf. Die Opposition bringt die umstrittene Äußerung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien in den Landtag. Die SPD-Fraktion hat eine mündliche Anfrage gestellt, die in dieser Woche im Plenum beantwortet werden soll. Die SPD will unter anderem wissen, auf welche Erkenntnisse Laschet seine Äußerung gestützt habe – und zu welchem Zeitpunkt er was über die Infektionszahlen bei Tönnies gewusst hat.

Laschet hatte vergangenen Mittwoch vor Reportern in Berlin auf die Frage, was der Fall Tönnies über die bisherigen Lockerungen aussagt, geantwortet: “Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt. Das wird überall passieren.”

Diese Äußerung hatte breite Kritik ausgelöst. Laschet hatte sie später relativiert. CDU und FDP wollen das Thema Tönnies ebenfalls in den Landtag bringen und haben dazu eine Aktuelle Stunde beantragt. In der soll es unter anderem um die Hygienemaßnahmen bei Tönnies sowie die Unterbringung der Arbeiter gehen. Das Plenum des Landtags tagt am Mittwoch Donnerstag und Freitag.

RND/dpa