Ein Mann verkauft in Tulsa Trump-Fan-Artikel vor der ersten großen Wahlkampfveranstaltung des US-Präsidenten seit Beginn der Corona-Krise. Quelle: imago images/UPI Photo

Vor Kundgebung: Sechs Mitarbeiter von Donald Trump positiv auf Corona getestet

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise wird US-Präsident Donald Trump vor Tausenden Anhängern in Tulsa (Oklahoma) auftreten. Teilnehmer der Kundgebung mussten ihr Einverständnis erklären, dass die Organisatoren nicht für eine Covid-19-Erkrankung und ihre Folgen haftbar gemacht werden können.

Vor der ersten Massenkundgebung von US-Präsident Donald Trump seit Beginn der Corona-Krise sind sechs Mitarbeiter seines Wahlkampfteams in Tulsa positiv auf das Virus getestet worden. Sie seien Teil des Vorausteams gewesen und in Quarantäne genommen worden, teilte der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, am Samstag mit. Hunderte Mitarbeiter seien getestet worden. Niemand von den positiv getesteten Mitarbeitern oder deren unmittelbaren Kontakten werde bei der Veranstaltung am Samstagabend in der Nähe von Teilnehmern oder Politikern sein.

Teilnehmer der Kundgebung mussten sich bei der Registrierung damit einverstanden erklären, dass die Organisatoren nicht für eine Covid-19-Erkrankung und mögliche Folgen haftbar gemacht werden können. In Tulsa, Oklahoma, ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen Tagen auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Trump führt steigende Infektionszahlen in mehr als 20 US-Bundesstaaten auf eine Zunahme von Tests zurück.

Wegen der Corona-Pandemie kündigten die Veranstalter an, bei Teilnehmern werde Fieber gemessen, zudem würden Desinfektionsmittel und Masken ausgegeben. Es ist allerdings fraglich, ob die Teilnehmer – insbesondere innerhalb der geschlossenen Arena, die 19.000 Menschen fasst – ausreichend Abstand zueinander halten können. Trump hatte zuletzt gesagt, dass kein Platz frei bleiben werde.

RND/dpa