Sonntag , 25. Oktober 2020
FDP-Chef Christian Lindner will seine Partei noch einmal in den Bundestag begleiten, bevor er über eine mögliche Nachfolge nachdenkt. Quelle: Michael Kappeler/dpa

FDP-Chef Lindner will seine Partei in die Bundesregierung bringen

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würde es knapp werden für die FDP: Die Partei steht aktuell bei fünf Prozent der Wählerstimmen. Parteichef Christian Lindner bleibt trotzdem optimistisch, seine Partei in der Bundesregierung zu platzieren.

Berlin. FDP-Chef Christian Lindner will über einen Nachfolger als Parteivorsitzender erst nachdenken, wenn die Liberalen den Einzug in die Bundesregierung geschafft haben. “Mein Ziel ist es, die FDP in Regierungsverantwortung zu führen und etwas für das Land zu bewirken”, sagte er der “Rheinischen Post”.

Auf die Frage, ob er daran denke, das Feld für eine Nachfolge als Parteichef zu bereiten, erklärte Lindner, er sehe es als seinen Auftrag, die FDP im Bund “erkennbar als Gestaltungsfaktor in einer Regierung zu platzieren”. Dieser Auftrag sei noch nicht erledigt. Er sei nach fast sieben Jahren im Amt 41 Jahre alt und “hochmotiviert”. Lindner ist seit 2013 Partei- und seit 2017 Fraktionschef.

FDP steht bei fünf Prozent, Union führt weiterhin mit 39 Prozent

Wenn die Bundestagswahl in dieser Woche stattfinden würde, dann würde es allerdings knapp werden für Lindners Partei. Denn laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer würde die FDP gerade so fünf Prozent erreichen und müsste damit fürchten, den Schritt in den Bundestag wie bereits im Jahr 2013 knapp zu verpassen. Seit der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 hat die Partei rund die Hälfte ihrer Stimmen verloren.

Im Gegenzug hält sich die Union weiterhin mit 39 Prozent an der Spitze, die Grünen folgen mit 18 Prozent und die SPD mit 14 Prozent der Wählerstimmen. Die AfD kommt schließlich auf neun Prozent der Stimmen und die Linke auf acht Prozentpunkte.

RND/dpa/lz