Freitag , 25. September 2020
Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben sich an die CDU-Parteizentrale in Berlin geklebt. Quelle: Getty Images

Extinction Rebellion: Umweltaktivisten kleben sich an CDU-Parteizentrale

Umweltaktivisten der Gruppe Extinction Rebellion haben vor der CDU-Parteizentrale in Berlin protestiert. Vier von ihnen haben sich mit Händen und Füßen an die Fenster des Gebäudes geklebt. Bei dieser Aktion wird es nicht bleiben: Noch bis zum 21. Juni hat die Aktivistengruppe weitere Proteste angekündigt.

Berlin . Die Umweltaktivisten von Extinction-Rebellion haben am Donnerstagvormittag vor der CDU-Parteizentrale in Berlin gegen die Klimapolitik der Partei demonstriert. Zwei Frauen und zwei Männer sollen sich mit Händen oder Fingern an der Fensterfront des Gebäudes in der Klingelhöferstraße festgeklebt haben, sagte ein Sprecher der Polizei. Zudem sollen Plakate geklebt worden und mit Farbschablonen Sprüche angebracht worden sein. Bei Twitter teilte die Bewegung Fotos und Videos von der Aktion. „Schluss mit Klimaschmutzlobby & Klüngelei! Wir brauchen eine Politik, die in der Lage ist, effektive Klimapolitik im Interesse der Menschen zu machen!“, schrieben die Aktivisten zu einem der Videos.

Zunächst keine Festnahmen

Insgesamt beteiligten sich laut Polizei ungefähr zwanzig Menschen an dem unangemeldeten Protest am Konrad-Adenauer-Haus. Die Beamten waren mit rund 40 Kräften im Einsatz. Festnahmen gab es zunächst keine. Es sollten aber die Personalien aufgenommen und eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt werden. Auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung werde geprüft. Laut Polizei habe die CDU den Protest geduldet, weil es einen zweiten Eingang gebe. Dieser werde von der Polizei gesichert. Die CDU machte zunächst keine Angaben.

Ganze Reihe an Protestaktionen

Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion hatte eine ganze Reihe von Protestaktionen für mehr Klimaschutz zwischen dem 12. und 21. Juni in ganz Deutschland angekündigt. Zu den Strategien der Gruppe gehören Aktionen zivilen Ungehorsams wie Flashmobs und Fahrraddemos sowie Brücken- und Straßenblockaden. Am Mittwoch radelten Hunderte Aktivisten mit dem Rad über die Avus in Richtung Berlin, um für eine Verkehrswende zu protestieren.

RND/dpa