Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Schwerin. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp

Schwesig: Auf keinen Fall noch ein bundesweiter Lockdown

Am Mittwoch treffen sich Länderchefs wieder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) betont, es dürfe auf keinen Fall zu einem zweiten bundesweiten Lockdown kommen. NRW-Amtskollege Armin Laschet (CDU) fordert weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.

Berlin/Düsseldorf. Bei der Bewältigung der Corona-Krise müssen laut Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die regionalen Unterschiede in den Bundesländern stärker berücksichtigt werden.

“Es darf auf keinen Fall wieder zu einem bundesweiten Lockdown kommen. Wir müssen jetzt regional und lokal schauen”, sagte die Sozialdemokratin vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch im ZDF-“Morgenmagazin”.

Schwesig betonte zwar, dass in grundsätzlichen Fragen wie Abstandsgebot, Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht Einigkeit herrschen müsse. Gleichzeitig plädierte sie jedoch dafür, dass bei der Öffnung etwa von Kitas und touristischen Angeboten je nach Region differenziert werden sollte.

Schwesig fordert nationale Teststrategie für Schulen und Kitas

“Es ist klar, dass wir zum Beispiel unsere Kitas früher öffnen konnten, unseren Tourismus eher öffnen konnten als Bayern, weil wir viel weniger betroffen sind”, sagte die Ministerpräsidentin. Mecklenburg-Vorpommern hat laut Statistik des Robert-Koch-Instituts deutschlandweit die mit Abstand geringste Zahl von Corona-Infizierten und -Toten.

Zudem forderte Schwesig eine nationale Teststrategie für Schulen und Kitas: “Dort, wo in einer Kita oder in einer Schule ein Fall auftritt, muss sofort durchgetestet werden, damit wir schnell Sicherheit haben.” Die Kosten für die Tests sollten nach Schwesigs Ansicht die Krankenkassen übernehmen. Man müsse präventiv vorgehen und nicht erst dann, wenn Corona auftrete.

Laschet: Bund und Länder müssen weiter gemeinsam handeln

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Bund und Länder derweil zu einem weiteren gemeinsamen Vorgehen in der Corona-Krise aufgerufen. “Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine gesamtstaatliche Herausforderung und bleibt es”, sagte Laschet der Düsseldorfer “Rheinischen Post”. “Nicht zuletzt angesichts der bevorstehenden Reisesaison brauchen wir einen gemeinsamen Rahmen von Bund und Ländern mit dem richtigen Instrumentenkasten aus Schutzmaßnahmen, Hygienekonzepten und Kontaktnachverfolgung.”

Das gemeinsame Vorgehen von Bund und Ländern beim Einstieg in die Schutzmaßnahmen sei ein Schlüssel für den Erfolg bei der Reduzierung der Infektionen gewesen, sagte der NRW-Regierungschef weiter. Und es sei ebenso gemeinsam gelungen, die Lockerungen so zu gestalten, dass die Zahlen weiter gesunken seien.

Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin müsse das klare Signal ausgehen: “Wir bleiben zusammen, wir gehen weiter gemeinsam vor.”

RND/dpa