Sonntag , 20. September 2020
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt zu Beginn der Kabinettssitzung seinen Platz ein. Quelle: Peter Kneffel/dpa

Umfrage: Fast jeder zweite Bayer will Söder als Bundeskanzler

Laut einer Umfrage ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für eine Mehrheit der bayerischen Bevölkerung der beste Kanzlerkandidat der Union. Fast die Hälfte der Befragten sagt, der CSU-Politiker komme als Nachfolger von Angela Merkel in Betracht. Söder selbst hat seine Kanzlerkandidatur allerdings schon mehrfach ausgeschlossen.

München. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wäre für eine Mehrheit der bayerischen Bevölkerung der beste Kanzlerkandidat der Union. 57 Prozent der Befragten im am Dienstag veröffentlichten “17:30 SAT.1 Bayern Wählercheck” hielten ihn für geeignet.

Damit liegt er bei den Bayern klar vor Friedrich Merz (37 Prozent), NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (33 Prozent) und Norbert Röttgen (13 Prozent), die alle um den Vorsitz in der Schwesterpartei CDU kämpfen.

Söder sieht seinen Platz in Bayern

Eine knappe Mehrheit der Bayern will der Studie zufolge, dass Söder nach Berlin geht: 46 Prozent sagen, er komme als Nachfolger von Angela Merkel (CDU) in Betracht, 44 Prozent wollen lieber, dass er in Bayern bleibt. Söder selbst hat immer wieder ausgeschlossen, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten, und stets betont, sein Platz sei in Bayern und nicht in Berlin.

88 Prozent der Bayern halten Söder der Umfrage zufolge für einen guten Ministerpräsidenten, 78 Prozent sind mit der Arbeit der bayerischen Staatsregierung zufrieden. Über Bundeskanzlerin Merkel sagen das 57 Prozent der Bayern, über die Bundesregierung 51 Prozent.

CSU kratzt in Bayern weiterhin an der absoluten Mehrheit

Außerdem wächst die Zustimmung der bayerischen Bevölkerung zum Umgang mit der Corona-Krise. 44 Prozent sind laut Studie mit den Lockerungen zufrieden. Im Mai waren es nur 25 Prozent.

Die CSU kratzt außerdem nach wie vor an der absoluten Mehrheit und kommt in der Sonntagsfrage auf 48 Prozent der Stimmen, gefolgt von den Grünen mit 16 Prozent, der SPD mit neun Prozent und den Freien Wählern mit 8 Prozent. Die AfD, die zu Beginn des Jahres noch zehn Prozent erreichte, kommt jetzt nur noch auf sechs Prozent, die FDP würde den Einzug in den Landtag mit vier Prozent knapp verpassen, die Linke mit drei Prozent etwas deutlicher.

RND/dpa