Donald Trump (li.), Präsident der USA, spricht neben John Bolton, seinem damaligen Nationalen Sicherheitsberater. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

“Gegen das Gesetz”: Trump droht Ex-Sicherheitsberater vor Buch-Veröffentlichung

Das Buch von John Bolton, dem früheren Nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, sollte ursprünglich im März erscheinen. Damals stoppte das Weiße Haus die Veröffentlichung, nun ist das Erscheinen für kommenden Dienstag geplant. Trump kündigt einen Gerichtsprozess an und bezichtigt Bolton der Lüge.

Washington. US-Präsident Donald Trump hat seinem früheren Nationalen Sicherheitsberater John Bolton im Fall der Veröffentlichung von dessen Buch strafrechtliche Konsequenzen angedroht.

Sollte das Buch wie angekündigt am Dienstag kommender Woche erscheinen, würde Bolton “gegen das Gesetz verstoßen”, sagte Trump am Montag (Ortszeit) im Weißen Haus. Der Präsident fügte hinzu, der Fall werde vermutlich bald vor Gericht landen.

Trump: Bolten für die Unwahrheit bekannt

Alle Gespräche mit ihm, die Bolton in seinem Buch womöglich aus dessen Zeit im Weißen Haus zitiere, seien “streng geheim”. Es sei “völlig unangemessen”, dass Bolton während Trumps Amtszeit ein Buch veröffentliche.

Justizminister William Barr sagte, Bolton habe nicht den vorgeschrieben Prozess durchlaufen, sich Passagen durch das Weiße Haus freigeben zu lassen. Trump fügte hinzu, Bolton mache sich im Fall einer Veröffentlichung strafbar. Trump sagte weiter, Bolton sei bekannt dafür, nicht immer die Wahrheit zu sagen. Nach Angaben des Verlags zeichnet das Buch das Bild eines Präsidenten, der “süchtig nach Chaos” ist. Trump sei es immer nur um seine Wiederwahl gegangen.

Weißes Haus stoppt ersten Veröffentlichungstermin

Trump hatte Bolton im September vergangenen Jahres als Sicherheitsberater geschasst - wegen Meinungsverschiedenheiten. Bolton kündigte bereits damals vielsagend an, er werde zu gegebener Zeit seine Sicht auf die Dinge darlegen.

Das Buch mit dem Titel “The Room Where It Happened” (etwa: Der Raum, in dem es geschah), sollte ursprünglich im März erscheinen, die Veröffentlichung wurde aber bereits damals vom Weißen Haus gestoppt.

RND/dpa