Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hat im Mai so viele Wahlkampfspenden eingesammelt wie keiner vor ihm in einem Monat. Quelle: Matt Slocum/AP/dpa

81 Millionen Dollar in einem Monat: Biden knackt Wahlkampfspendenrekorde

Noch nie hat es ein Kandidat um das Amt des US-Präsidenten geschafft, in einem Monat so viele Wahlkampfspenden einzusammeln wie der Demokrat Joe Biden. 81 Millionen Dollar sind im Mai zusammengekommen, während einer Veranstaltung allein sechs Millionen Dollar. Die Demokraten haben sich um Biden gescharrt.

Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach einem holprigen Start in den US-Wahlkampf mittlerweile eine prall gefüllte Kriegskasse. Im Mai habe er 81 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden bekommen und damit so viel wie noch nie in einem Monat, teilte sein Team mit. Und am Montag knackte Biden dann auch noch seinen Rekord für die höchste Spendensumme bei einer einzigen Wahlkampfveranstaltung, indem er sechs Millionen Dollar einnahm.

In der ersten Phase der demokratischen Vorwahlen hatte sich Biden noch schwer getan, sich im dichten Feld der Anwärter für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei zu behaupten. Senator Bernie Sanders und andere sammelten deutlich mehr Spenden ein, teilweise fehlte Biden das Geld, um Fernsehwerbung in wichtigen US-Staaten zu schalten.

Doch die gewaltige Summe aus dem Mai und der neue Rekord am Montag machten deutlich, wie sehr sich die Demokraten mittlerweile um ihn geschart haben, um bei der Wahl im November Präsident Donald Trump zu besiegen. Bei der Online-Wahlkampfveranstaltung, bei der er am Montag sechs Millionen Dollar bekam, trat Biden gemeinsam mit seiner früheren Rivalin Elizabeth Warren auf. Mehr als 600 Menschen waren dabei.

Noch keine Spendenangaben aus dem Trump-Lager

"Ich verstehe, was diese Dollars bedeuten", schrieb Biden am Montag in einer E-Mail an seine Unterstützer. "Im Angesicht von Unsicherheit und Rezession habt ihr mich gewählt. Das werde ich nie vergessen. Und ich verspreche euch: wenn ich Präsident bin, werde ich euch nicht enttäuschen."

Trump und die Republikanische Parteiführung hatten bis Montag die Summe ihrer gesammelten Spenden noch nicht angegeben. Im April waren beide Seiten mit rund 60 Millionen fast gleichauf gewesen. Trump, der im Gegensatz zu Biden keinen ernsthaften innerparteilichen Gegenkandidaten hatte, sitzt allerdings auf einer Spendenberg von 250 Millionen Dollar.

RND/AP