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Bereits ab Juli: US-Regierung will wieder Häftlinge hinrichten lassen

Seit 2003 wurden in den USA keine Häftlinge mehr auf Bundesebene hingerichtet. Das soll sich ab kommendem Monat ändern. Das Justizministerium hat angekündigt, das informelle Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene zu beenden.

Die US-Regierung will nach einem monatelangen Rechtsstreit im Juli wieder mehrere Häftlinge hinrichten lassen. Justizminister William Barr wies die Gefängnisbehörde an, Termine für die Exekutionen von vier verurteilten Mördern zu finden, wie die Nachrichtenagentur AP am Montag erfuhr. Es wären die ersten Hinrichtungen auf Bundesebene seit 2003. Exekutiert wurden seither allerdings sehr wohl Häftlinge in einzelnen US-Staaten nach dortigem Recht.

Richter stoppte Exekution

Das Justizministerium hatte bereits im Dezember angekündigt, das informelle Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene zu beenden. Doch ein Richter stoppte die Exekutionen, das Berufungsgericht in Washington und der Oberste Gerichtshof wollten sich zunächst nicht mit dem Fall befassen. Im April kippte aber das Berufungsgericht die Entscheidung der ersten Instanz. Die Anwälte der betroffenen Häftlinge wollen vor den Obersten Gerichtshof ziehen.

Alle vier Häftlinge sind wegen des Mordes an Kindern und Jugendlichen verurteilt worden. Drei von ihnen sollen laut der Gefängnisbehörde Mitte Juli sterben, ein vierter Ende August.

RND/AP