Dienstag , 29. September 2020
Demonstranten stehen vor der Polizei. Weltweit finden in Folge des Todes von George Floyd, der in Polizeigewahrsam in der US-Stadt Minneapolis getötet wurde, Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt statt. Quelle: Ben Gray/Atlanta Journal-Constit

Nach Tod von George Floyd: UN-Menschenrechtsrat führt Rassismus-Debatte

Der UN-Menschenrechtsrat wird eine Sonderdebatte über rassistische Polizeigewalt führen. Afrikanische Mitgliedsstaaten hatten das anlässlich der weltweiten Proteste nach dem Tod von George Floyd gefordert. Die Aussprache soll am Mittwoch stattfinden.

Genf. Der UN-Menschenrechtsrat wird mit Blick auf die weltweiten Proteste nach dem Tod des schwarzen US-Bürgers George Floyd eine Rassismus-Debatte führen.

Auf Drängen der afrikanischen Staaten wurde die Aussprache für diesen Mittwoch anberaumt. Es gehe darum, der auf Rassismus basierenden Polizeigewalt in den USA, aber auch in anderen Teilen der Welt ein Ende zu bereiten, forderte ein Diplomat aus Burkina Faso im Namen der afrikanischen Staaten am Montag in Genf.

Zuvor hatten bereits etliche UN-Organisationschefs afrikanischer Abstammung oder aus Afrika mehr Handlung von den UN gefordert. Man sei “entsetzt über das Unrecht des Rassismus, das weiterhin in unserem Gastland und weltweit weit verbreitet ist”, hieß es in einem offenen Brief führender UN-Vertreterinnen und -Vertreter. Floyd war bei einem Polizeieinsatz getötet worden.

RND/dpa