Samstag , 19. September 2020
Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland, spricht während einer Pressekonferenz vor internationalen Medien. Quelle: Lefteris Partsalis/XinHua/dpa

Corona-Exit: Griechenland öffnet Flughäfen in Athen und Thessaloniki

Griechenland öffnet seine Flughäfen für Touristen aus zahlreichen Ländern. Als erstes kamen Flüge in Athen und Thessaloniki an, ab dem 1. Juli sind alle Regionalflughäfen wieder geöffnet. Die Griechen sind auf die Touristen angewiesen, fürchten aber auch, dass sie das Virus neu einschleppen.

Athen/Thessaloniki. Griechenland hat am Montag seine zwei wichtigsten Flughäfen für Touristen aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, geöffnet. Der erste Flug kam in Athen aus dem zyprischen Larnaka an. Am Nachmittag waren Flüge aus Düsseldorf, Frankfurt, München und Zürich geplant, wie der Flughafen Athen mitteilte. Auch der Flughafen von Thessaloniki ist geöffnet worden. Vom 1. Juli an sind auch Flüge aus dem Ausland für alle Regionalflughäfen wieder erlaubt, wie die Regierung mitteilte.

Hoteliers in Griechenland setzten sich selbst ein Maximalziel für diese Saison in Zeiten der Corona-Pandemie: “Wir wären zufrieden, wenn wir bis Ende des Jahres 25 Prozent des Einkommens vom Vorjahr erreichen könnten”, sagte Christos Pilatakis, ein Hoteldirektor von der Insel Rhodos, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Buchungen für die nächsten Monate lagen nach Angaben des Hotelverbandes der Insel Santorin bislang bei 20 bis 25 Prozent der Kapazität der Hotels dieses beliebten Urlaubsziels.

Vergleichsweise niedrige Infektionsrate

Griechenland hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Infektionsrate. Zahlreiche Einwohner der Inseln, auf denen es kaum Coronavirus-Infektionen gab, stehen vor einem Dilemma. “Einerseits können wir ohne Tourismus nicht überleben, andererseits fürchten wir, dass die Touristen uns das Unheil ins Haus bringen”, sagte eine Kellnerin aus Santorin der dpa. Griechenlands Regierung hat angesichts des Neustarts alle Inseln in der Ägäis und im Ionischen Meer mit zusätzlichem medizinischem Personal verstärkt.

RND/dpa