Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts, hat in einem Interview vor den Infektionsgefahren durch das Reisen gewarnt. (Archiv)

Kanzleramtschef Helge Braun warnt vor Infektionsgefahr beim Reisen

Kanzleramtsminister Helge Braun hat vor Ansteckungsgefahren mit dem Coronavirus beim Reisen gewarnt. Urlaubsrückkehrer aus einem Hotspot könnten sich demnach in ganz Deutschland verteilen. In einem solchen Fall müsse schnell gehandelt werden - auch mithilfe der Corona-Warn-App.

Kanzleramtschef Helge Braun (47) warnt vor den Risiken beim Reisen. Im Interview mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” sagte der CDU-Politiker: “Wenn Urlaubsrückkehrer aus einem Hotspot sich in ganz Deutschland verteilen würden und wir die Infektionsketten nicht erkennen könnten: Dann kommen wir sehr schnell wieder in eine Situation, in der wir bundesweite Maßnahmen ergreifen müssten.” Es sei jedoch die “Top-Priorität” der Regierung, dass so etwas nicht geschehe.

Zu den Maßnahmen dagegen gehört Braun zufolge auch die Corona-Warn-App, die bereits Ende April an den Start gehen sollte und nun am Dienstag der kommenden Woche vorgestellt wird. Gegenüber der “Welt am Sonntag” räumte der Chef des Bundeskanzleramts und gelernte Mediziner Braun Versäumnisse bei der Entwicklung der App ein, die zur Verzögerung geführt hätten. Dennoch komme die Anwendung nun zu einem günstigen Zeitpunkt. Die Corona-Warn-App erfasst, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Kontaktpersonen werden automatisch benachrichtigt, sobald ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet wird. Die Nutzung der App ist freiwillig.

RND/ma