Dienstag , 29. September 2020
Verkauf einer Schutzmaske gegen das Coronavirus in einer Apotheke. (Symbolbild) Quelle: imago images/ULMER Pressebildagentur

Erst knapp jede dritte gekaufte Schutzmaske in Deutschland eingetroffen

Rund zwei Milliarden Schutzmasken hat die Bundesregierung für den Kampf gegen die Corona-Pandemie gekauft. Eingetroffen sind allerdings erst 600 Millionen. Ein großer Teil wird noch auf Qualität geprüft.

Berlin. Von den gut zwei Milliarden von der Bundesregierung gekauften Schutzmasken sind laut einem Medienbericht erst rund 600 Millionen in Deutschland eingetroffen. Das habe das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitgeteilt, berichtet die „Welt“ (Samstag).

Auch von diesen 600 Millionen Masken sei ein Teil noch nicht an die Empfänger – die Bundesländer sowie Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigungen – ausgeliefert worden. “Ein größerer Teil” befinde sich noch in der Qualitätsprüfung in Depots des Bundes. Rund 1,5 Milliarden Masken müssten bis zum Herbst noch, überwiegend aus China, angeliefert werden.

Das Bundesgesundheitsministerium betonte, dass es aktuell keine Engpässe gebe. „Es gibt momentan genug Masken“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Bei mehreren Kassenärztlichen Vereinigungen sind die Maskenlager voll.“

Ende Mai hatte das Bundesgesundheitsministerium erklärt, Kassenärztliche Vereinigungen und Länder seien durch das Ministerium bislang mit etwa 400 Millionen Masken versorgt worden. Damals hieß es, seit Anfang März habe der Bund mehr als 500 Millionen Schutzmasken beschafft.

Knapp 130 Millionen Schutzmasken befänden sich “in der Qualitätskontrolle”. Es habe sich gezeigt, dass etwa 20 Prozent, also ein Fünftel der gelieferten Ware, mangelhaft gewesen sei, weswegen es einen “sorgfältigen, dreistufigen Qualitätssicherungsprozess” gebe.

RND/dpa