Lilly Blaudszun ist Nachwuchspolitikerin bei der SPD und Influencerin: Aktuell wird sie wegen eines Werbeposts auf Twitter kritisiert. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp

Laptop-Werbung: Kritik für SPD-Influencerin Lilly Blaudszun

Die 19-jährige Lilly Blaudszun gilt als Social-Media-Waffe der SPD - Tausende Nutzer folgen ihr auf Instagram und Twitter, wo sie über Politik bloggt. Nun hat sie Werbung für einen Laptop gemacht und erntete dafür einen Shitstorm. Blaudszun erklärte, die Einnahmen für den Werbepost habe sie an die "Seebrücke" gespendet.

Schwerin. Die SPD-Influencerin Lilly Blaudszun (19) hat wegen Werbung für eine Laptop-Marke auf ihrem Twitter-Account einen Shitstorm geerntet. Kritiker warfen ihr im Netz vor, käuflich zu sein. Einer schrieb: "Schlechte SPD-Wahlergebnisse explained in a Nutshell: Wasser predigen, währenddessen man Wein trinkt und über Themen redet, die nur im Elfenbeinturm relevant sind."

Ein anderer ätzte: “Und dann über Philipp Amthor aufregen.” Der 27-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor aus Greifswald war wegen Lobbyismus-Vorwürfen in die Kritik geraten, der Bundestag stellte sein Prüfverfahren gegen ihn jedoch ein.

Werbeeinnahmen als Spende an “Seebrücke”

Blaudszun erwiderte ihren Kritikern auf Twitter, sie spende die Einnahmen aus der Werbung an die Bewegung "Seebrücke", die sich nach eigenen Angaben für sichere Fluchtwege und eine Entkriminalisierung von Seenotrettung und Flucht einsetzt. Zuvor hatten Medien berichtet.

Die Jurastudentin Lilly Blaudszun aus Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern gilt als Social-Media-Wunderwaffe der SPD und große Nachwuchshoffnung der Partei. Ihren Instagram-Account haben rund 13.800 Menschen abonniert. Dort und via Twitter verbreitet Blaudszun eine Mischung aus Polit-Informationen und bunten Nachrichten aus ihrem Privatleben.

RND/dpa