US-Präsident Donald Trump hat seinen Wahlkampfmanager gewechselt. Quelle: imago images/ZUMA Wire

Schlechte Umfragewerte: Trump schmeißt Wahlkampfmanager raus

Die Umfragewerte sinken, zur Wahlkampfveranstaltung des Präsidenten kommen immer weniger Menschen. Donald Trump empfand seine Umfragewerte schlichtweg als zu schlecht. Deswegen zieht er vor der Präsidentschaftswahl Konsequenzen und ersetzt einen relativen Neuling mit einem Polit-Veteranen.

Washington. US-Präsident Donald Trump tauscht seinen Wahlkampfmanager aus. "Ich freue mich, zu verkünden, dass Bill Stepien auf den Posten des Trump-Wahlkampfmanagers befördert wurde", schrieb Trump am Mittwochabend (Ortszeit) auf Facebook. Brad Parscale, der die digitale Datenstrategie geleitet habe, werde auf dem Posten bleiben und als leitender Berater für die Kampagne dienen.

Parscale hatte als relativer politischer Anfänger die digitale Kampagne während des Wahlkampfs 2016 geleitet. Unter anderem seiner Hilfe wurde der überraschende Sieg Trumps damals gutgeschrieben. Die Beziehung zwischen beiden war jedoch seit der Wahlkampfveranstaltung kürzlich in Tulsa (Oklahoma) angeschlagen, als nur wenige Zuschauer auftauchten, was Trump erbost hatte. Auch seine Umfragewerte sind während der wirtschaftlichen und gesundheitlichen Krise durch die Coronavirus-Pandemie mit mehr als 135.000 Toten im Vergleich zum voraussichtlichen Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, gesunken.

Auch Biden veränderte sein Wahlkampfteam

Stepien ist seit Jahren in der Politik, arbeitete für den früheren Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, und war ebenfalls an Trumps vergangenem Wahlkampf beteiligt. Trumps Team für die Wahl am 3. November war bisher von Personalwechseln wie bei der Kampagne in 2016 und seiner Präsidentschaft weitestgehend verschont geblieben.

Auch Biden hatte sein Team inmitten einer katastrophalen Phase seines Wahlkampfes verändert, jedoch deutlich früher. Für ihn bedeuteten diese Schritte echte Umbrüche in der Arbeitsweise seines Teams, was bei Trump nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

Biden beförderte Anita Dunn und ließ Wahlkampfmanager Greg Schultz gehen, nachdem er bei der Vorwahl in Iowa auf Platz vier gelandet war und sich ein zweites schlechtes Abschneiden in New Hampshire abzeichnete. Dunn hatte sich Biden zu Beginn seiner Kampagne angeschlossen, nachdem sie als Top-Kommunikationsberaterin für Expräsident Barack Obama gearbeitet hatte.

RND/AP