Samstag , 19. September 2020
Die Corona-Hotline des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit war am Donnerstag eine Zeit lang unerreichbar, weil die Mitarbeiter zur Befundübermittlung an die 900 bislang ahnungslosen positiv getesteten Reiserückkehrer eingesetzt wurden. Quelle: Nicolas Armer/dpa

Nach Test-Panne: Hotline bei Bayerischem Landesamt zeitweise unbesetzt

Die Corona-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit (LGL) war am Donnerstag eine Zeit lang unbesetzt. Hintergrund war nach Angaben des LGL, dass das Personal für die Befundübermittlung der bislang ahnungslosen 900 positiv getesteten Reiserückkehrer eingesetzt wurde. An die Hotline richten Bürger ihre Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

München. Nach dem Debakel um verzögerte Corona-Testergebnisse war das Bürger-Telefon des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vorübergehend nicht erreichbar. Die Corona-Hotline sei „aus organisatorischen Gründen“ nicht besetzt und sei erst wieder am Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar, hieß es am Donnerstagvormittag in einer automatischen Ansage.

Das Landesamt ist die erste Stelle in Bayern für Corona-Tests und alle damit zusammenhängenden Fragen. Einige Stunden später teilte das LGL mit, mittlerweile sei es gelungen, die Hotline wieder mit Personal zu verstärken. “Hintergrund war, dass das LGL alle vorhandenen personellen Ressourcen für die Befundübermittlung an die positiv Getesteten aufwenden wollte, denn diese hat oberste Priorität.”

LGL-Präsident Andreas Zapf und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hatten am Vortag bekanntgegeben, dass 44.000 Reiserückkehrer nach Tests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen hätten, darunter 900 nachweislich Infizierte. Letztere sollten bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen. Die Mitarbeiter beim LGL würden die Nacht über arbeiten, um die Testergebnisse zu übermitteln.

RND/dpa