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Franziska Giffey (SPD, r), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD, M) besuchen die Berliner Polizeiakademie. Am Rande des Besuchs sprach sie Giffey gegen erneute flächendeckende Schulschließungen aus. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Familienministerin Giffey: Schulschließungen nur als letztes Mittel

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich gegen erneute flächendeckende Schulschließungen ausgesprochen. Schulschließungen dürften nur das letzte Mittel sein. Wenn es sie geben sollte, dann nur punktuell oder regional.

Berlin. Schulschließungen dürfen nach den Worten von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in der Corona-Pandemie nur das letzte Mittel sein. "Das ist für Eltern, Lehrer und Schüler keine leichte Situation, die wir unter allen Umständen verhindern wollen", sagte Giffey am Donnerstag in Berlin. "Deshalb ist es auch notwendig, dass in den Schulen, in den Kitas die Hygienemaßnahmen entsprechend erfolgen, dass das regelmäßige Lüften eingehalten wird, dass Infektionsketten sehr schnell verfolgt werden", so die SPD-Politikerin.

Wenn es Schließungen geben sollte, dann nicht flächendeckend, sondern punktuell oder regional. Darüber sei anhand der Situation und des Infektionsgeschehens zu entscheiden. Wichtig sei auch, dass sowohl Lehrkräfte als auch Erzieherinnen und Erzieher die Möglichkeit hätten, sich auf das Coronavirus testen zu lassen - und dass das auch finanziert werde.

Aber auch jeder einzelne habe eine Verantwortung, erklärte die Familienministerin. "Das heißt, ein fieberndes Kind muss zu Hause bleiben." Und Veranstaltungen wie Sommerfeste seien gerade nicht angesagt. "Da haben alle Erwachsenen eine Verantwortung und auch eine Vorbildfunktion."

RND/dpa