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Kamala Harris, designierte Kandidatin der Demokraten für die Vizepräsidentschaft: US-Präsident Donald Trump hat sie beleidigt. Quelle: Carolyn Kaster/AP/dpa

Kamala Harris: Trump nennt die Demokratin eine “verrückte Frau”

Es war nur eine Frage der Zeit, bis US-Präsident Donald Trump erneut gegen die designierte demokratische Kandidatin für die Vizepräsidentschaft ausholt. Jetzt nannte er sie eine "verrückte Frau" und "voller Hass". Hintergrund ist Harris' Auftreten gegenüber dem Richter des Obersten Gerichts, Brett Kavanaugh, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden.

Washington. US-Präsident Donald Trump hat die designierte demokratische Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, als “eine Art verrückte Frau” verunglimpft. Die Senatorin gehöre zum Mob der “wütenden radikalen linken” Demokraten, sagte Trump am Donnerstag im Gespräch mit dem konservativen Sender Fox Business.

Bei der Senatsanhörung zur Bestätigung von Brett Kavanaugh als Richter am Obersten Gerichtshof sei Harris wütend und voller “Hass” gewesen, sagte der Republikaner. “Das sind ernsthaft kranke Menschen”, behauptete Trump. Kavanaughs Ernennung 2018 war sehr kontrovers, nachdem ihn mehrere Frauen sexueller Übergriffe beschuldigt hatten.

Trump warnt vor Demokraten-Sieg

Trump bewirbt sich in gut zwei Monaten um eine zweite Amtszeit. Er warnte, Harris und der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden wollten die Steuern im Falle ihres Wahlsiegs um vier Billionen US-Dollar erhöhen. Die Grundlage für Trumps Behauptung war unklar. Die von ihm genannte Summe entspräche fast 20 Prozent der jährlichen US-Wirtschaftsleistung.

Trump warnte weiter, der Wirtschaft drohe eine “Depression, wie man sie noch nie gesehen hat”, falls die Demokraten bei der Wahl im November das Weiße Haus erobern sollten.

Biden (77) hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass er mit Harris (55) als Stellvertreterin antritt. Trump (74) liegt in den meisten Umfragen zur Zeit deutlich hinter Biden – bis zur Wahl sind es aber noch mehr als zwei Monate, in denen noch viel passieren kann.

RND/dpa