Bundeslandwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner. Quelle: imago images/photothek

Klöckner fordert von Ländern einheitliche Standards bei Kita- und Schulessen

Welche Lebensmittel werden wie oft angeboten? Wie sollen sie idealerweise zubereitet werden? Für solche Fragen bezüglich des Schul- und Kita-Essens hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Empfehlungen erarbeitet. Doch bislang sind diese nur in drei Ländern verpflichtend – das missfällt laut einem Bericht der Ernährungsministerin.

Berlin. Es geht um die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die im Auftrag ihres Ministeriums erarbeitet wurden: Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) fordert die Bundesländer auf, diese Standards für Schul- und Kita-Essen verpflichtend einzuführen.

“Das ist eine Investition in die Gesundheit unserer Kinder, hier darf es keine Ausreden mehr geben”, sagte die Ministerin dem “Spiegel”. Ihr Haus fördere unter anderem sogenannte Vernetzungsstellen für das Essen in Kitas und Schulen mit aktuell 2 Millionen Euro jährlich. Nun erwarte sie von den Ländern, “dass sie diese Qualitätsstandards jetzt auch überall verpflichtend anwenden”.

Die Empfehlungen der DGE betreffen etwa die Frage, welche Lebensmittel wie oft angeboten werden sollen, die Herkunft von Lebensmitteln oder Hinweise zur Zubereitung, etwa dass nicht zu oft frittiert oder paniert wird.

Laut dem Bericht haben bisher nur Berlin, Hamburg und das Saarland diese Empfehlungen zur Verpflichtung gemacht. Während Mecklenburg-Vorpommern diese den Schulen empfehle, gebe es in Bayern und Baden-Württemberg Modellprojekte. Bremen bereite eine Einführung vor.

RND/das