Ab September sollen alle Bundestagsabgeordneten in den Parlamentsgebäuden eine Maske tragen – so wie Linken-Parteichefin Katja Kipping auf diesem Bild. Quelle: imago images/Christian Spicker

Abgeordnete sollen im Bundestag ab September Masken tragen

Die Bundestagsabgeordneten sollen nach der sitzungsfreien Zeit in allen Parlamentsgebäuden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das forderte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble in einem Schreiben an die Fraktionen. Eine generelle Maskenpflicht ist allerdings offenbar nicht geplant.

Berlin. Ab September sollen die Bundestagsabgeordneten in allen Parlamentsgebäuden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das fordert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) am Mittwoch in einem Schreiben an die Fraktionen, wie der “Spiegel” berichtet.

Nach eingehender Prüfung sei er zu dem Schluss gekommen, “das Tragen von Masken in allen Liegenschaften des Deutschen Bundestags ab dem 1. September 2020 dringend zu empfehlen”, so Schäuble. Die Hygienemaßnahmen im Bundestag werden damit aufgrund der zuletzt gestiegenen Corona-Infektionszahlen verschärft.

Keine Maskenpflicht

Eine generelle Maskenpflicht ist dem Bericht zufolge allerdings nicht geplant. In Büros, im Plenarsaal und in anderen Sitzungsräumen könne man die Maske ähnlich wie in der Gastronomie oder bei vielen Kulturveranstaltungen abnehmen, sobald “man seinen Platz mit dem erforderlichen Hygieneabstand eingenommen hat beziehungsweise das Wort ergreift”, heißt es dem Bericht zufolge in dem Schreiben.

Vom Tisch ist eine mögliche Maskenpflicht damit gleichwohl nicht. “Weitergehende Maßnahmen” in Zukunft könnten nicht ausgeschlossen werden, betont Schäuble.

 

Am 9. September nimmt der parlamentarische Betrieb in Berlin wieder an Fahrt auf. Dann findet die erste Plenarsitzung nach der sitzungsfreien Zeit statt. Bisher hatte die Bundestagsverwaltung im Parlament vor allem auf Einhaltung der Abstandsregeln gesetzt.

RND/tdi

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