Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Quelle: imago images/Christian Thiel

Olaf Scholz lehnt bedingungsloses Grundeinkommen ab

Mit einer Langzeitstudie soll die Wirkung eines bedingungslosen Grundeinkommens erstmals in der Praxis untersucht werden. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz spricht sich gegen ein solches Grundeinkommen aus. Es würde viele Errungenschaften des Sozialstaates gefährden, sagt er.

Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz lehnt ein bedingungsloses Grundeinkommen ab. “Das wäre Neoliberalismus. Und wenn man fair und richtig rechnet, ist das auch unbezahlbar”, sagte der Bundesfinanzminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Er habe die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens schon immer falsch gefunden: “Das würde viele Errungenschaften des Sozialstaates wie die Renten- oder die Arbeitslosenversicherung gefährden.”

In Deutschland soll die Wirkung eines bedingungslosen Grundeinkommens erstmals in der Praxis untersucht werden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und der Verein “Mein Grundeinkommen” starteten das Experiment in dieser Woche.

Von Frühjahr 2021 an erhalten 120 Menschen jeweils drei Jahre lang ein Grundeinkommen in Höhe von 1.200 Euro pro Monat. Sie sollen aus bis zu einer Million Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt werden.

RND/epd