Gespräch im Kanzleramt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), CSU-Chef Markus Söder und - dahinter - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Umfrage: In Corona-Krise wächst Vertrauen in Merkel und Söder, ein Grüner verliert

Die Corona-Krise hat die Beliebtheitswerte der deutschen Spitzenpolitiker neu geordnet: Laut einer neuen Forsa-Umfrage vertrauen die Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch stärker als vor Ausbruch der Pandemie, Gesundheitsminister Spahn und CSU-Chef Söder profitieren ebenfalls. Doch es gibt auch Verlierer in der Liste.

Berlin. Im Zuge der Corona-Krise haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) deutlich an Zustimmung gewonnen.

In einer Umfrage des Forschungsinstitutes Forsa für RTL und ntv ist im Vergleich zur letzten Untersuchung, die vor der Pandemie im Januar stattfand, das Vertrauen zu Söder um 17 Punkte gestiegen.

Angela Merkel an der Spitze

Das Vertrauen zu Jens Spahn stieg um 13 Punkte, Kanzlerin Angela Merkel legte um 12 Punkte zu. Die rund 1500 Befragten konnten bei der Vertrauensfrage bis zu 100 Punkte vergeben.

Am beliebtesten bleibt demnach Angela Merkel mit einem Mittelwert von 71 Punkten. Grünen-Chef Robert Habeck, bisher auf Platz 2, rutschte auf Rang 5 ab.

Auf Merkel folgen nun CSU-Chef Söder (59 Punkte), Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (51), der 5 Punkte hinzugewann, und Jens Spahn (50).

Die größten Verlierer im Ranking sind FDP-Chef Christian Lindner (-10 Punkte) sowie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Friedrich Merz (jeweils -6 Punkte).

Forsa ermittelt regelmäßig im Auftrag der Mediengruppe RTL, wie hoch das Vertrauen der Bürger zu den einzelnen Politikern ist. „Bitte geben Sie für den jeweiligen Politiker an, bei wem das Land in guten Händen ist“, werden die Befragten gebeten. Dabei kann die Einschätzung auf einer Skala von 0 („ist überhaupt nicht in guten Händen“) bis 100 (“ist voll und ganz in guten Händen“) erfolgen. Aus der Gesamtheit der Angaben von 1.506 Befragten ergibt sich das Politiker-Ranking. Die Daten wurden vom 18. - 20.08.2020 erhoben.

RND/dpa