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Zwei Personen stoßen in einer Kneipe mit Bier an. (Symbolbild) Quelle: Angelika Warmuth/dpa

München beschließt an Corona-Zahlen gebundenes Alkoholverbot

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionszahlen gerät die Frage in den Mittelpunkt, ob der Alkoholverkauf und -konsum im öffentlichen Raum eingeschränkt werden sollte. München hat jetzt ein Verbot beschlossen, das bei einer Neuinfektionsquote greift, die derzeit nicht weit entfernt liegt. Dann wäre der Verkauf von Alkohol ab 21 Uhr und der Verzehr auf der Straße ab 23 Uhr verboten.

München. Die Stadt München hat ein Alkoholverbot für den öffentlichen Raum bei steigenden Corona-Zahlen beschlossen. Die Regelung soll in Abhängigkeit der Anzahl an Neuinfektionen gelten. Sollte die Zahl der neu mit Corona Infizierten pro 100.000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen auf 35 steigen, sei der Verkauf von Alkohol ab 21 Uhr verboten, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Zudem sei der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr dann nicht mehr erlaubt.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag in der Landeshauptstadt am Montag bei 30,92. Die Zahlen waren zuletzt stetig gestiegen. “Es geht aber in Zeiten der Pandemie zuallererst um den Schutz der Bevölkerung und darum, noch wesentlich belastendere Maßnahmen möglichst zu vermeiden”, teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte schon vor Wochen die Kommunen aufgefordert, den Erlass von Alkoholverboten im öffentlichen Raum zu prüfen. Auch Hamburg hatte für Teile der Stadt ein befristetes Alkoholverbot verhängt.

RND/dpa