Mittwoch , 28. Oktober 2020
Laut einer Umfrage sind viele Verbraucher bereit, ihr Einkaufsverhalten für den Klimaschutz zu ändern. Quelle: Alexas_Fotos/ Pixabay

Einkauf und Reisen: Viele Verbraucher würden ihr Verhalten für den Klimaschutz ändern

Berlin. Für den Klimaschutz sind viele Bundesbürger laut einer Umfrage offen für Änderungen beim Einkaufen und der Mobilität – aber seltener für einen Wechsel zu Elektroautos. In hohem Maße oder eher bereit zum verstärkten Kauf nachhaltiger Produkte sind nach eigenen Angaben 85 Prozent, wie eine am Donnerstag vorgestellte Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ergab.

73 Prozent der Befragten erklärten sich bereit, den Konsum tierischer Lebensmittel einzuschränken. Viele sind nach eigenem Bekunden auch bereit, weniger zu fliegen (54 Prozent) oder für Flugtickets mehr auszugeben (51 Prozent). Zum Umstieg auf E-Mobilität wären 46 Prozent tendenziell bereit – überhaupt nicht oder eher nicht 43 Prozent.

ÖPNV für Viele nicht attraktiv genug

Zum Schutz des Klimas häufiger den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, kommt für 57 Prozent der Befragten in Betracht. Dabei sagten 70 Prozent, dass sie häufiger Busse und Bahnen nehmen würden, wenn diese zuverlässiger und häufiger wären. Für die Umfrage befragte das Institut Forsa den Angaben zufolge vom 4. bis 20. August 1500 Menschen ab 14 Jahren.

In puncto Verbraucherschutz generell am problematischsten finden die Bundesbürger demnach weiterhin Online-Angebote. Dass ihre Interessen bei Internet und Digitalisierung sehr gut oder eher gut geschützt sind, finden 45 Prozent – gar nicht gut oder eher nicht gut 47 Prozent. Bei Strom und Heizung sehen sich 76 Prozent eher geschützt und 22 Prozent nicht.

RND/dpa