Samstag , 24. Oktober 2020
Die Reimanns halten Mehrheitsbeteiligungen an dem Mode- und Kosmetikkonzern Coty und dem Kaffeeproduzenten Jacobs Douwe Egberts. Quelle: imago images/Ralph Peters

Magazin: Das sind die reichsten Deutschen

Berlin. Mit einem geschätzten Vermögen von 32 Milliarden Euro ist die Unternehmerfamilie Reimann nach Berechnungen des „Manager Magazins“ die reichste in Deutschland. Das Vermögen der Reimanns sei allerdings innerhalb eines Jahres um drei Milliarden Euro geschmolzen, berichtete die Zeitschrift am Donnerstag. Coty kämpft seit einigen Jahren mit Umsatzschwäche und roten Zahlen.

Auf Platz zwei der Rangliste der reichsten Deutschen steht der Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit einem Vermögen von 30 Milliarden Euro. Als Drittplatzierte werden die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt genannt, die fast die Hälfte der BMW-Aktien besitzen. Ihr Vermögen sei als Folge der Corona-Krise um 1,5 Milliarden Euro auf 25 Milliarden Euro gesunken.

Andere Aufstellung sieht Lidl-Gründer auf Platz eins

Die genannten Vermögen sind Schätzungen. Bewertungsgrundlage sind nach Angaben des „Manager Magazins“ Recherchen in Archiven und Registern sowie bei Vermögensverwaltern, Anwälten, Bankmanagern und den Vermögenden selbst. Die Aktienvermögen wurden mit den Schlusskursen vom 15. September bewertet.

Eine Aufstellung der „Welt am Sonntag“, veröffentlicht am 20. September, war zu einem anderen Ergebnis gekommen. Demnach ist Lidl-Gründer Dieter Schwarz der reichste Deutsche mit einem geschätzten Vermögen von 41,8 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt die Familie Reimann mit 21,45 Milliarden Euro.

Auch bei der Rangliste der „Welt am Sonntag“ handelt es sich nach Angaben des Blattes um Schätzungen. Grundlage seien Recherchen unter anderem in Registern, Archiv- und Dokumentensammlungen, bei Vermögensverwaltern, Finanzexperten und Ökonomen, Anwälten und Vertretern der Rangliste selbst. Bewertet worden seien etwa das Aktienkapital (Stand: 15. September 2020), Unternehmen (nach Umsatz, Profitabilität, Marktstellung), Kapitalanlagen, Immobilien, aber auch Kunstsammlungen und Familienstiftungen.

RND/dpa