An ausgewählten Orten wie Bahnhöfen oder Flughäfen dürfen Supermärkte in Deutschland auch am Sonntag öffnen. Quelle: Fabian Sommer/dpa

Sonntags einkaufen: Welche Läden haben geöffnet?

Schon wieder Sonntag und nichts zu Essen im Haus? Ob gerade zurück aus dem Urlaub, unter der Woche zu beschäftigt oder einfach nicht dran gedacht – wenn nicht einmal mehr die Notfalltiefkühlpizza Rettung in letzter Not bietet, ist guter Rat teuer. Schon wieder beim Bringdienst bestellen oder gar hungern?

Wer in der Großstadt lebt, kann aufatmen. Dort findet sich fast immer ein Geschäft, das auch am Sonntag geöffnet hat. Welche gesetzlichen Bestimmungen für Ladenöffnungen an Sonn- und Feiertagen gelten, und in welchen Großstädten Sie am Sonntag Lebensmittel einkaufen können, verraten wir hier.

Einkaufen am Sonntag: Warum haben einige Läden geöffnet und welche gehören dazu?

In Deutschland gilt der Sonntag als Ruhetag. Die sogenannte “Sonntagsruhe” wurde erstmals im Jahr 1900 mit dem ersten Ladenöffnungsgesetz ins Leben gerufen. Dieses besagte, dass der Sonntag den meisten Arbeitnehmern mindestens einen freien Tag in der Woche garantieren sollte. Auch heute gelten diese Regelungen noch immer für die meisten Geschäfte in Deutschland.

Eine Sonderregelung des Ladenschlussgesetzes ermöglicht jedoch, dass bestimmte Geschäfte auch über die Feier- und Sonntage hinweg öffnen dürfen. Konkret bedeutet das: Tankstellen, Apotheken oder Geschäfte in Bahnhöfen und Flughäfen dürfen teilweise öffnen.

Hier finden Sie Öffnungszeiten von Geschäften in ausgewählten Großstädten, die auch am Sonntag geöffnet sind. Alle Angaben ohne Gewähr.

Öffnungszeiten am Sonntag in Berlin

Edeka im Bahnhof Friedrichstraße: 8.00–22.00 Uhr Penny im Ostbahnhof: 8.00–23.00 Uhr Rewe im Hauptbahnhof: 8.00–22.00 Uhr Ullrich am U- und S-Bahnhof Zoologischer Garten: 9.00–22.00 Uhr Rewe am Ostbahnhof: 7.00–24.00 Uhr Edeka im Bahnhof Lichtenberg: 8.00–22.00 Uhr Edeka im Bahnhof Südkreuz: 8.00–22.00 Uhr Denn’s Biomarkt im Bahnhof Gesundbrunnen: 8.00–21.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in Hamburg

Schlemmer Brügmann im Dammtor Bahnhof: 5.00–24.00 Uhr Edeka in der Airport Plaza Hamburg - Flughafen: 6.00–22.00 Uhr Edeka Hamburg Hauptbahnhof, Wandelhalle: 7.00–23.00 Uhr Rossmann Drogerie im Hamburger Hauptbahnhof: 7.00–23.00 Uhr Edeka Bahnhof Altona: 7.00–23.00 Uhr Lidl im Bahnhof Altona: 10.00–22.00 Uhr Rossmann Drogerie im Bahnhof Altona: 8.00–21.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in München

Edeka im Hauptbahnhof: 8.00–23.00 Uhr biokultur im Hauptbahnhof: 8.00–21.00 Uhr Rewe to go im Hauptbahnhof: 00.00–24.00 Uhr Edeka im Ostbahnhof: 7.00–23.00 Uhr Dm-drogerie im Ostbahnhof: 6.30–23.00 Uhr Rewe to go am Hauptbahnhof: 00.00–24.00 Uhr biokultur am Hauptbahnhof: 8.00–21.00 Uhr Edeka im Flughafen München: 5.30–22.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in Köln

Rewe to go Hauptbahnhof: 00.00–24.00 Uhr Rossmann Drogerie: 8.00–22.00 Uhr Rewe am Köln Airport: 1.00–24.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in Frankfurt

Zeit für Brot am Oederweg 15: 7.30–18.00 Uhr Rossmann Drogerie im Hauptbahnhof: 8.00–22.00 Uhr Spar Express im Hauptbahnhof 6.00–22.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in Düsseldorf

Edeka im Hauptbahnhof: 00.00–24.00 Uhr dm-Drogerie im Hauptbahnhof: 10.00–22.00 Uhr Rewe am Flughafen: 5.00–24.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in Dortmund

Edeka Dortmund-Eving: 8.00–17.00 Uhr Edeka Innenstadt-Ost: 8.00–12.00 Uhr Edeka Dortmund-Brackel: 8.00–16.00 Uhr Rossmann Drogerie am Königswall: 8.00–22.00 Uhr Rewe to Go im Hauptbahnhof: 00.00–24.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in Essen

Dm-drogerie am Hauptbahnhof: 8.00–21.00 Uhr Rossmann Drogerie am Willy-Brandt Platz: 8.00–21.00 Uhr Lidl am Hauptbahnhof: 9.00–20.00 Uhr

Öffnungszeiten am Sonntag in Bremen

Rossmann Drogerie am Bahnhofsplatz: 8.00–22.00 Uhr Rossmann Drogerie Worpswede, 9.00–17.00 Uhr Lidl Worpswede: 9.00–17.00 Uhr Edeka Worpswede: 7.00–21.00 Uhr

Eine weitere Möglichkeit: Verkaufsoffene Sonntage

Ein regelmäßiger Extratag zum Einkaufen: Vor Corona-Zeiten war das in vielen Städten und Gemeinden in ganz Deutschland gängige Praxis. Verkaufsoffene Sonntage sind stets an einen bestimmten Anlass geknüpft, etwa Stadtfeste, Messen oder Märkte. Oft dienen sie aber auch der Belebung der Innenstädte und Stadtzentren und sollen den stationären Einzelhandel stärken. Grund für die strikte Regelung sind sowohl Arbeitnehmerschutzgesetze als auch die Einhaltung religiöser Feiertage.

Das Bundesgesetz besagt, dass derzeit jedes Bundesland maximal vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr veranstalten darf – diese sind in der Regel auf jeweils fünf Stunden begrenzt. Da viele Bundesländer diese Regelung nicht für zeitgemäß halten, gibt es aber einige Abweichungen. So kann es in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen auch zwischen sechs und zehn verkaufsoffene Sonntage im Jahr geben. Abweichungen gibt es ebenfalls hinsichtlich der Öffnungs- und Verkaufszeiten.

RND/do