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Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg, auf dem Vorfeld des BER. Quelle: Christoph Soeder/dpa-Zentralbild

Flughafenchef verkündet: Berlins BER ist startklar

Schönefeld. Einer Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) am 31. Oktober steht laut Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup nichts mehr im Weg. Dennoch rechnet er mit kleineren Problemen in den ersten Tagen. „Wir wissen, dass immer etwas schief gehen kann. Es gibt keine Inbetriebnahme, bei der gar nichts passiert“, sagte Lütke Daldrup, als er am Montag ein Fazit des mehrmonatigen Probebetriebs zog.

Fast 10.000 freiwillige Komparsen hatten den Flughafen auf Herz und Nieren getestet. Sie gaben fast 180.000 Gepäckstücke auf und simulierten 2347 Flüge. Knapp 25.000 Mitarbeiter der Flughafengesellschaft, Airlines, Bodenverkehrsdienstleister, Polizei und Sicherheitsunternehmen waren in den Probebetrieb involviert.

Komparsenkritik: Abfalleimer zu klein, schlechte Beschilderung

Die Komparsen hatten einiges zu bemängeln: zu kleine Abfalleimer, eine schlechte Beschilderung, zu wenige Uhren und Ladesäulen. Diese Probleme sollen behoben werden, kündigte Lütke Daldrup an. 100 Ladesäulen für Handys und andere Geräte sollen nachgerüstet werden.

Laut Flugplan, der wegen der Corona-Pandemie eher übersichtlich ausfällt, sei ein ruhiger Start zu erwarten. Das Verkehrsaufkommen liegt bei etwa 20 Prozent dessen, was für den Herbst normal wäre.

Damit seien ausreichend Kapazitäten vorhanden, um auf alle Störungen reagieren zu können, sagte Lütke Daldrup. Am 31. Oktober, dem Tag der Eröffnung, rechnet die Flughafengesellschaft mit 13.000 Gästen.

Torsten Gellner/MAZ/RND