Der BMW-Konzern baut in einem Joint Venture mit seinem Partner Brilliance gemeinsam Autos der Marke BMW für den chinesischen Markt. Die Chinesen haben aber finanzielle Probleme. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Joint-Venture-Partner von BMW in China hat Zahlungsschwierigkeiten

Peking. Eine Partnerfirma von BMW in China hat mit Zahlungsschwierigkeiten zu kämpfen. Wie aus einer an der Shanghaier Börse veröffentlichten Mitteilung hervorging, konnte der Autokonzern Brilliance eine am vergangenen Freitag fällig gewordene Unternehmensanleihe im Wert von einer Milliarde Yuan und 53 Millionen Yuan an Zinsen (zusammen etwa 126,8 Millionen Euro) nicht rechtzeitig zurückzahlen.

Man arbeite noch immer hart daran, die notwendigen Mittel aufzunehmen und befinde sich in Verhandlungen mit Investoren, hieß es in einer weiteren Börsen-Mitteilung, die auf Montag datiert war.

Die finanziell angespannte Lage bei Brilliance ist schon länger bekannt. So berichtet das chinesische Wirtschaftsmagazin Caixin, dass die Staatsfirma bis Ende Juni auf einem Schuldenberg von 132,8 Milliarden Yuan saß.

Erfolgreiches Joint Venture in China

Brilliance und BMW bauen in einem Joint Venture gemeinsam Autos der Marke BMW für den chinesischen Markt. Die erfolgreiche Gemeinschaftsfirma trug laut Angaben von Caixin zuletzt 90 Prozent des Umsatzes von Brilliance bei.

Vor zwei Jahren hatte BMW angekündigt, seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen mit Brilliance bis 2022 von 50 auf 75 Prozent erhöhen zu wollen. Die Zahlungsschwierigkeiten des chinesischen Partners wollte ein BMW-Sprecher in Peking am Dienstag nicht kommentieren.

RND/dpa