Waffen und Munition werden jedoch weiter verkauft. Quelle: imago images/Dean Pictures

Walmart entfernt Waffen und Munition von Verkaufsflächen

Nach Unruhen und Protesten entfernt der das US-Einzelhandelsunternehmen Walmart Waffen und Munition von seinen Verkaufsflächen. Dadurch sollen Mitarbeiter und auch Kunden vor möglichen Angriffen geschützt werden.

New York. Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat Munition und Waffen von Verkaufsflächen seiner Geschäfte entfernt. Hintergrund seien „Unruhen“ in einigen Gebieten, teilte das Unternehmen mit Sitz in Bentonville im Staat Arkansas am Donnerstag (Ortszeit) mit. Waffen verkauft es in rund der Hälfte seiner rund 4700 Läden in den USA. Der Schritt sei eine Vorsichtsmaßnahme und diene dem Schutz von Mitarbeitern und Kunden, hieß es in der Stellungnahme, die der Nachrichtenagentur AP vorlag. Gleichwohl seien Waffen und Munition auf Wunsch von Verbrauchern weiter zu haben.

Munition für Handfeuerwaffen schon seit letztem Jahr gestoppt

Zuletzt hatte es in Philadelphia nach tödlichen Polizeischüssen auf einen psychisch kranken Schwarzen tagelange Proteste und Vandalismus gegeben, Behörden reagierten mit einer nächtlichen Ausgangssperre.

Schon nach dem Tod von George Floyd bei seiner brutalen Festnahme in Minneapolis und darauffolgenden teils gewaltsamen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus ergriff Walmart ähnliche Maßnahmen. Im vergangenen Jahr stoppte der Einzelhandelskonzern den Verkauf von Munition für Handfeuerwaffen und Kurzlaufgewehre und verbot Kunden das offene Tragen von Waffen in seinen Geschäften auch in US-Staaten, in denen dies erlaubt ist.

RND/AP