Seinen TÜV-Termin zu verpassen, kann teuer werden. Deshalb lohnt es sich, das Datum im Kopf zu haben, an dem die Hauptuntersuchung fällig ist. Quelle: Jens Schierenbeck/dpa-tmn

Blaue TÜV-Plakette? Dann aber schnell zur Hauptuntersuchung!

Stuttgart/München. Das Jahr 2020 geht dem Ende zu. Dies bedeutet auch für Autofahrer, dass sie einmal auf das hintere Kennzeichen ihres Wagens schauen sollten, um sich zu vergewissern, dass nicht schon der Termin zur wichtigen Hauptuntersuchung (HU) womöglich verpasst wurde.

Auf der Prüf-Plakette sind die Jahreszahl und der Monat abzulesen, in dem die Frist für den nächsten „TÜV“ des Autos abläuft. Ist der Wagen beispielsweise mit einer blauen Plakette versehen, sollte schnell noch ein Termin für die Hauptuntersuchung vereinbart werden. Denn die blaue Plakette besagt, dass der Wagen 2020 zum TÜV muss.

Plakettenfarbe zeigt Prüftermin an

Wer 2020 nicht mehr zur Hauptuntersuchung muss, sollte dennoch einmal auf das Nummernschild schauen (oder in den Fahrzeugschein, dort steht der nächste Prüftermin ebenfalls).

In welchem Jahr die nächste Hauptuntersuchung fällig ist, zeigt nämlich immer die Farbe der Plakette an. Insgesamt gibt es sechs verschiedene: Blau, Gelb, Braun, Rosa, Grün und Orange, die alle sechs Jahre genau in dieser Reihenfolge wiederholt werden. Das heißt Gelb steht für das Jahr 2021, Braun für 2022 und Rosa für 2023.

Diese wiederkehrenden Farbcodes sollen unter anderem der Polizei helfen, schneller zu erkennen, ob ein Auto mit abgelaufenen TÜV fährt oder nicht. Ab 1. Januar 2021 dürfen daher nur noch Autos mit den Farben Gelb, Braun und Rosa unterwegs sein.

Bei Fristüberziehung drohen Bußgeld und Punkte

Generell müssen für alle Personenkraftfahrzeuge alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung durchgeführt werden, es sei denn das Auto ist ein Neuwagen. Dieser muss erst nach drei Jahren das erste Mal zum TÜV, Taxis und Mietfahrzeuge dagegen sogar jedes Jahr.

Die Hauptuntersuchung des Autos zu verpassen und die Frist zu überziehen ist kein Kavaliersdelikt. Der Pkw-Eigentümer muss mit Bußgeldern, im schlimmsten Fall sogar auch mit Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei rechnen:

Wer mehr als zwei Monate zu lange wartet und erwischt wird, muss 15 Euro zahlen. Bei vier bis acht Monaten werden 25 Euro daraus. Bei mehr als acht Monaten drohen mindestens 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Zudem kann es im Falle eines Unfalls zu Problemen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung kommen.

Wer mehr als zwei Monate überzieht, „muss damit rechnen für eine besonders genaue HU-Prüfung außerdem Mehrkosten einplanen“, so die Dekra. Die Dekra selbst steht mit 600 eigenen Prüfstandorten in Deutschland sowie in zahlreichen Partnerwerkstätten zur Hauptuntersuchung den Autofahrern zur Verfügung, während man auch beim TÜV Süd an mehr als 1000 Standorten die Hauptuntersuchung fristgerecht durchführen lassen kann.

RND/casc