Laut Nürnberger Berufsforschungsinstitut (IAB) leidet der Arbeitsmarkt in Europa nur wenig unter der zweiten Corona-Welle. Quelle: Edith Geuppert/dpa

Trotz Corona: Arbeitsmarkt leidet europaweit nur wenig unter zweiter Welle

Nürnberg. Die zweite Corona-Welle hat die Aussichten auf den Arbeitsmärkten nach Erkenntnissen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nur leicht gedämpft. Das European Labour Barometer als Frühindikator deute auf eine moderat negative Entwicklung in den nächsten Monaten hin, teilte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit. Das Barometer wird von einem Netzwerk europäischer Arbeitsverwaltungen in 14 Ländern betrieben.

Arbeitsmarkt in Deutschland robust

„Der Arbeitsmarkt in Europa war während des Frühjahrs-Lockdowns im Schockzustand. Die zweite Corona-Welle beeinträchtigt die Erholung, ein erneuter europaweiter Einbruch ist aber nicht zu erwarten“, erklärte IAB-Forschungsbereichsleiter Enzo Weber, der das europäische Barometer initiiert hatte. In Deutschland zeigte sich der Arbeitsmarkt dank erheblicher Ausgaben für Kurzarbeit ohnehin robust.

„Am Horizont gibt es Hoffnung auf einen Impfstoff, aber dem stehen kurzfristig die Wirkungen der Lockdowns in europäischen Ländern gegenüber“, betonte Weber. Es habe sich auch gezeigt, dass die Auswirkungen der zweiten Welle - abhängig vom jeweiligen Maßnahmenpaket - in den einzelnen Ländern zu stärkeren Unterschieden führten als bei der ersten Welle im Frühjahr.

RND/dpa