Wer ein eigenes Heimwerker-Projekt startet, muss bald mit höheren Preisen für das Baumaterial rechnen. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa-tmn

Heimwerkerbranche: Rohstoffpreise könnten für Kundinnen und Kunden steigen

Düsseldorf. Heimwerkerinnen und Heimwerker müssen sich nach Einschätzung der Do-it-yourself-Branche in den nächsten Monaten auf höhere Preise einstellen. Aufgrund der steigenden Rohstoffpreise und der außergewöhnlichen Kostensituation in allen Bereichen der Produktion sei in den nächsten Monaten „eine deutliche Erhöhung“ vieler Endverbraucherpreise zu erwarten, prognostizierten der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), der Herstellerverband (Haus & Garten (HHG) und der Industrieverband Garten (IVG) am Freitag.

„Die Rohstoffpreise kennen derzeit kein Halten“, betonten die Verbände. Das gelte für Industriemetalle wie Kupfer, Platin, Eisenerz und Zinn ebenso wie für Rohstoffe zur Herstellung von Kunststoffen und für Holz oder Holzprodukte. Dies sorge für „steigende Produktionskosten und Verbraucherpreise in allen Sortimentsbereichen der Baumarkt- und Gartenbranche“. Ein Ende der Materialengpässe und der damit verbundenen Preisspirale sei nicht absehbar.

Verband: Preiserhöhungen in der aktuellen Situation unausweichlich

BHB-Hauptgeschäftsführer Stefan Wüst betonte: „Natürlich können sich auch die Bau- und Gartenfachmärkte nicht gänzlich von dieser Entwicklung abkoppeln.“ Dass die Kundinnen und Kunden „in Teilen Preiserhöhungen werden akzeptieren müssen, scheint angesichts der aktuellen Situation unausweichlich“.

Neben den steigenden Rohstoffpreise macht den Bau- und Gartenfachmärkten nach Angaben der Verbände auch zu schaffen, dass nach wie vor viele Produktionsstätten unter pandemiebedingten Produktions- und Personaleinschränkungen leiden. Eine weltweite Störung der Logistikketten verschlimmere die Lage noch. Eine Vollauslastung der Schiffe, eine Überlastung der Seehäfen, eine starke Verzögerung von Lieferungen und einen Mangel an Leercontainern führten zu einer zusätzlichen Erhöhung der Logistik- und Frachtkosten.

RND/dpa