Donnerstag , 9. Dezember 2021
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Das Logo der Firma Apple auf der Bühne des Steve Jobs Theater auf dem Firmencampus. Apple hat auf dem Event drei neue iPhone-Modelle, eine neue Apple Watch sowie ein neues iPad vorgestellt. Quelle: picture alliance/dpa

Apple stellt neues iPhone 13 in Kalifornien vor – Upgrades für Apple Watch 7 und iPad

Cupertino. Apple setzt mit seinem neuen iPhone ganz auf die 5G-Technologie. Auf einer Online-Veranstaltung am Firmensitz in Cupertino stellte der US-Konzern am Dienstag das iPhone 13 vor. Das neue Gerät verfügt über einen Oled-Display und soll in fünf Farben erhältlich sein. Auch eine Mini-Version soll es geben. Apple spendierte seinen iPhones vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft zudem einen schnelleren Chip und bessere Kameras. Äußerlich behielt es das Design der aktuellen Generation mit eckigen Kanten. Aber die Aussparung für Kameras und Sensoren zur Gesichtserkennung am oberen Bildschirmrand wurde um 20 Prozent verkleinert.

Neuer Chip fürs iPhone 13

Unter der Haube gibt es aber einige Neuerungen. So werden die neuen iPhones von einem neuen Chip aus eigener Entwicklung angetrieben, dem A15 Bionic. Apple selbst spricht vom leistungsstärksten Prozessor-System in einem Smartphone. Die Rechenkraft wird unter anderem eingesetzt, um die Nachtaufnahmen zu verbessern – zusätzlich zu den aufgerüsteten Kameras.

Außerdem gibt es auf den neuen Geräten einen „Cinematic“-Videomodus, bei dem die Software automatisch je nach Geschehen auf verschiedene Ebenen im Bild fokussiert. Dreht sich etwa die Person im Vordergrund nach hinten um, wird das Objektiv auf den Hintergrund scharfgestellt, in dessen Richtung sie blickt. Apple zeigte sich überzeugt, mit solchen smarten Funktionen auch das Filmgeschäft verändern zu können. Auch unerfahrenen Filmemachern gelängen so kinoreife Aufnahmen.

iPhone 13 bekommt bessere Displays und mehr Speicher

Für die Anzeige der besseren Aufnahmen wurden die Displays überholt. Die iPhones unterstützen nun auch – wie bereits diverse Konkurrenz-Smartphones – Bildwiederholungsraten von bis zu 120 Hertz. Angesichts besserer Kameras und entsprechend größerer Dateien bekommen die Telefone mehr Speicher. In der Basis-Version hat das iPhone 13 nun mindestens 128 Gigabyte an Bord, das teurere Pro-Modell bis zu 1 Terabyte. Es gibt auch ein iPhone 13 mini – während zeitweise spekuliert wurde, Apple wolle das kleinere Modell abschaffen, da die Verkäufe unter den Erwartungen geblieben seien.

Im Weihnachtsquartal werden traditionell die meisten iPhones verkauft – und Apple verdrängte zuletzt immer wieder Marktführer Samsung vom ersten Platz. Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt und brachte zeitweise bis zu zwei Drittel des Geschäfts des Konzerns ein. Zuletzt sank sein Umsatzanteil aber unter 50 Prozent, unter anderem, da in der Corona-Pandemie auch Mac-Computer und iPad-Tablets deutlich populärer wurden. Apple hat nun auch das iPad und das kleinere iPad mini erneuert. Das Mini-Modell ist ebenfalls mit 5G ausgestattet worden und hat ein an die hochwertigeren Modelle angelehntes Design bekommen.

Auch Apple Watch bekommt neues Modell

Die Computer-Uhr Apple Watch bekommt in der am Dienstag vorgestellten neuen Generation Series 7 ein etwas größeres Display. Da der Rahmen um den Bildschirm dünner gemacht wurde, ist sie nur ein wenig größer als das Vorgänger-Modell. Mit mehr Platz lässt Apple nun zum Beispiel erstmals auf einer kleinen Tastatur auf dem Display tippen. Gleichermaßen soll sie sich schneller aufladen lassen.

Vor dem Online-Event war spekuliert worden, dass Apple das Design der Computer-Uhr radikal ändern wolle. Es hieß, sie solle statt der bisher abgerundeten Ränder kantiger daherkommen. Doch während das Display tatsächlich wie zuvor berichtet größer wurde, behielt die Uhr ihre charakteristische Form. Zum Ausbau des Dienste-Geschäfts führt Apple sein Trainings-Abo Fitness+ in weiteren Ländern ein – darunter demnächst auch in Deutschland.

Zuletzt stand Apple vor allem wegen Streitigkeiten rund um seine App-Politik in den Schlagzeilen. Erst am Freitag musste der Technologiekonzern einen Rückschlag vor Gericht gegen den Fortnite-Macher Epic Games hinnehmen und muss nun seine einträglichen App-Praktiken ändern.

RND/dpa/Reuters