Ein Model der Modemarke Saint Laurent trägt Pelz. (Archivfoto) Quelle: picture alliance / Vianney Le Caer/Invision/AP

Luxus-Modemarke Saint Laurent verzichtet künftig auf Pelz

Paris. Das französische Modelabel Saint Laurent verbannt ab dem kommenden Jahr Pelz aus seinen Kollektionen. Wie das Mutterunternehmen Kering am Freitag mitteilte, verzichtet auch ein weiteres seiner Häuser - die italienische Herrenmodemarke Brioni - auf echten Pelz. Der Luxusmodekonzern, zu dem auch Häuser wie Gucci, Alexander McQueen, Balenciaga und Bottega Veneta gehören, kommt damit künftig völlig ohne Pelz aus.

Kering-Chef François-Henri Pinault sagte, der Verzicht auf Pelz sei einfach der richtige Schritt. „Wir tun es aus Überzeugung, um der Ethik und Modernität willen.“

Tierschützer sehen starkes Signal

Tierrechtsgruppen fordern von Luxusmodehäusern seit langem einen Verzicht auf die Verwendung von Pelzen. Viele, wie Stella McCartney und Chanel, haben das in den vergangenen Jahren auch bereits getan. Die Tierrechtsorganisation Humane Society International begrüßte den Schritt von Kering. Er übe „Druck auf die wenigen verbliebenen Modemarken aus, die weiterhin Pelz verkaufen, dem Beispiel zu folgen“.

Auch die von der Schauspielerin Brigitte Bardot (86) gegründete Tierschutzorganisation FBB sprach von einem starken Signal und forderte den Luxuskonzern LVMH (Louis Vuitton, Celine, Givenchy, Dior und andere Marken) auf, es Kering gleich zu tun. Tierschützerinnen und Tierschützer kämpfen seit Jahrzehnten gegen die Pelzproduktion.

RND/AP/dpa

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