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Beim Gelände der Daimler AG im Lkw Mercedes-Benz Werk Wörth stehen Lastwagen (Luftbild aus einem Flugzeug aufgenommen). Getrennte Wege für Mercedes-Autos und -Lkw: Aktionärinnen und Aktionäre von Daimler stimmen Aufspaltung des Unternehmens zu. Quelle: Uli Deck/dpa

Daimler spaltet sich auf – Zustimmung von Aktionären fast einstimmig

Stuttgart. Anteilseigner von Daimler haben fast einstimmig die Aufspaltung in zwei getrennte Unternehmen für Autos und Nutzfahrzeuge gebilligt. Es habe beim entsprechenden Tagesordnungspunkt eine Zustimmung von 99,9 Prozent gegeben, teilte Aufsichtsratschef Bernd Pischetsrieder am Freitag bei einer außerordentlichen Hauptversammlung mit. Das Treffen fand wegen der Coronabeschränkungen online statt.

Im Kern geht es darum, das große Geschäft für Lkw und Busse aus dem Konzern herauszulösen und bis Weihnachten an die Börse zu bringen. Anteilseigner von Daimler sollen durch neue Aktien von Daimler Truck profitieren. Das Topmanagement will mit der Trennung den Wert der Einzelunternehmen steigern.

Aufspaltung kostet 700 Millionen Euro

Die geplante Aufspaltung kostet rund 700 Millionen Euro. Diese Einmalkosten beträfen unter anderem die Teilung und den Aufbau des Finanzdienstleistungsgeschäfts, sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm am Freitag bei der außerordentlichen Hauptversammlung.

Es werden auch steuerliche Belastungen von rund 400 Millionen Euro erwartet, wie Wilhelm erläuterte. Diese sollten aber zu einem großen Teil durch künftige steuerliche Entlastungen ausgeglichen werden. Wilhelm sagte, die Vorteile der Trennung der Konzernsparten überwögen die Nachteile. Daimler will mit der Transaktion den Wert der Einzelunternehmen steigern.

RND/dpa