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Kanzlerin Angela Merkel Quelle: Getty Images

Hohe Energiepreise: Merkel fordert internationale Absprache über künftigen Gasbedarf

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert eine verstärkte internationale Absprache auch im G20-Rahmen über den künftigen Bedarf an Gas. „Ich rate von vorschnellen Schuldzuweisungen ab“, sagte Merkel am Montag in Berlin mit Blick auf die hohen Gaspreise und in Anspielung auf Vorwürfe gegen Russland. „Die Preisbildung ist eine komplizierte Sache“, fügte sie hinzu.

Mit Verweis auf ein Gespräch mit Chinas Ministerpräsident Li Keqiang am Montag sagte Merkel, dass etwa China Angst vor einer schnellen Umstellung von Kohle- auf Gaskraftwerke habe, weil sich angesichts der Größe des Landes sehr schnell eine Veränderung auf dem weltweiten Gasmarkt ergeben würde.

„Wir müssen uns hier, vielleicht auch bei G20 oder international, jedenfalls austauschen, wie die erwarteten Energiebedarfe jetzt bei der Transformation der Wirtschaften sind“, sagte Merkel. Deutschland etwa werde in 25 Jahren klimaneutral sein und weniger Erdgas bestellen, China werde Gas dagegen noch bis 2060 brauchen. Deshalb wäre es wichtig, eine bessere Planbarkeit zu haben.

Die Kanzlerin lobte die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen gegen hohe Energiepreise, verwies aber darauf, dass sich einige Länder durch langfristige Verträge ihre Energielieferungen für die nächsten Jahre bereits gesichert hätten.

RND/Reuters