Donnerstag , 6. Oktober 2022
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Helme mit dem Shell-Logo liegen beim Baustart einer CO2-neutralem Bio-Flüssigerdgas Quelle: Oliver Berg/dpa

Energiekonzern Shell verzichtet auf Geld aus geplanter Gasumlage

Hamburg. Der Energiekonzern Shell will kein Geld aus der geplanten Umlage zur Rettung systemrelevanter Gasimporteure einfordern. Wie die Sprecherin von Shell Deutschland, Cornelia Wolber, am Sonntag in Hamburg mitteilte, registrierte sich das Unternehmen gar nicht erst für entsprechende Zahlungen und wird folglich auch darauf verzichten, diese in Anspruch zu nehmen. Das ZDF hatte zuvor berichtet.

Auch der Energiekonzern RWE will zunächst darauf verzichten. „RWE ist ein finanzstarkes und robustes Unternehmen. Wir erwägen daher, bis auf Weiteres darauf zu verzichten, unsere Verluste aus der Gasersatzbeschaffung für diese Umlage geltend zu machen“, hatte RWE-Vorstandschef Markus Krebber am Donnerstag in Essen gesagt.

Die Umlage soll ab Anfang Oktober greifen und Gasimporteuren wie Uniper zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende Gasmengen aus Russland kaufen müssen. Sie können diese Mehrkosten aber bisher nicht weitergeben, dies soll über die Umlage geschehen. Die Höhe der Umlage soll am Montag bekanntgegeben werden.

Image-Probleme seit „Brent-Spar-Affäre“

Spätestens seit der Entscheidung, 1995 die ausrangierte Öl-Plattform Brent Spar nordwestlich von Schottland im Atlantik versenken zu wollen, hat der Shell-Konzern ein negatives Image als „Klima-Sünder“.

RND/dpa