Samstag , 26. September 2020
Blick in einen Reinraum für die Produktion von Knopfzellen in der Lithium-Ionen-Fabrik von Varta. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zoff mit Samsung beigelegt: Varta ist Hauptlieferant für Headset-Batterien

Gute Nachrichten für Varta: Der deutsche Batteriehersteller hat sich in einem Streit mit Samsung geeinigt. Samsung soll in Kopfhörern Batteriezellen anderer Hersteller verbaut haben – auf die Varta allerdings Patente angemeldet hatte. Nun bleibt Varta Hauptlieferant.

Ellwangen/Stuttgart. Der Batteriehersteller Varta hat einen Streit mit dem Technologiekonzern Samsung um Patentverletzungen beigelegt. Stattdessen sei mit dem südkoreanischen Unternehmen ein Liefervertrag abgeschlossen worden, teilte die Varta AG in Ellwangen mit. Varta bleibt damit nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren der Hauptlieferant für wiederaufladbare Batterien für die Headsets von Samsung.

Der Streit zwischen Varta und seinem Großkunden Samsung hatte sich genau darum gedreht: Samsung soll in Kopfhörern die Knopfzellen anderer Lieferanten verbaut haben, auf die Varta das Patent hat. Varta ging vor Gericht, hat nun aber alle Klagen gegen Samsung und deren Kunden zurückgezogen, hieß es aus Ellwangen.

Varta-Aktie im Plus

“Wir freuen uns, dass wir die Geschäftsbeziehungen mit Samsung noch einmal intensivieren können”, sagte Varta-Chef Herbert Schein. Einigungen mit anderen Herstellern von sogenannten Wearables (zum Beispiel Smartwatches und Fitness-Armbänder) sollten bald folgen, teilte Varta mit. An den Finanzmärkten wurde die Einigung gut aufgenommen: Die Varta-Aktie stieg am Montag deutlich.

Varta beschäftigt weltweit rund 4000 Mitarbeiter und ist auf die Herstellung vieler unterschiedlicher Batterien spezialisiert, von der Mikro- und der Haushaltsbatterie bis hin zu Energiespeichersystemen. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes und der Länder Baden-Württemberg und Bayern in Höhe von rund 300 Millionen Euro will Varta außerdem die nächste Generation Lithium-Ionen-Zellen erforschen und eine Massenproduktion aufbauen.

RND/dpa