Dienstag , 22. September 2020
Die Stimmung deutscher Unternehmen hat sich im Juli etwas stärker als erwartet aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg verglichen mit dem Vormonat um 4,2 Punkte auf 90,5 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Ifo-Geschäftsklima steigt stärker als erwartet

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich weiter verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juli auf 90,5 Punkte gestiegen, nach 86,3 Punkten im Juni. Dies ist der dritte Anstieg in Folge.

München. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 89,3 Punkte gerechnet.

Es ist der dritte Anstieg des Konjunkturindikators in Folge, nachdem er im April – belastet durch die Corona-Krise – auf ein Rekordtief von 74,3 Punkte gefallen war. Die Unternehmen bewerteten vor allem ihre Zukunftsaussichten besser. Aber auch die Bewertung der aktuellen Lage hellte sich auf. “Die deutsche Wirtschaft erholt sich schrittweise”, kommentierte der Präsident des Ifo-Instiuts, Clemens Fuest.

Industrieunternehmen wieder optimistischer

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima demnach erneut deutlich verbessert. Die aktuelle Lage wird von den Industrieunternehmen nicht mehr ganz so schlecht eingeschätzt wie in den Vormonaten, so das Institut. Zudem erwarten die Unternehmer in den kommenden Monaten bessere Geschäfte. Die Kapazitätsauslastung konnte von 70,4 auf 74,9 Prozent gesteigert werden. Sie liegt aber immer noch erheblich unter ihrem langfristigen Durchschnitt von 83,5 Prozent.

Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex ebenso nach einem starken Anstieg wieder im positiven Bereich angekommen. Die Dienstleister waren merklich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem verbesserte sich der Ausblick auf die kommenden Monate deutlich. Auch im Handel setzte sich laut dem ifo-Institut die Aufwärtsbewegung fort. Die Händler korrigierten ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage und die Erwartungen für die kommenden Monate merklich nach oben. Vor allem im Einzelhandel hat sich die Lage verbessert.

RND/dpa