Dienstag , 20. Oktober 2020
Trotz Corona-Krise will die Bahn das selbstgesteckte Ziel von 25.000 Neueinstellungen im laufenden Jahr erreichen. Quelle: Arne Dedert/dpa

Deutsche Bahn: 19.000 Neueinstellungen trotz Corona-Krise

In diesem Jahr hatte die Deutsche Bahn aufgrund der Corona-Krise vor allem mit gesunkenen Fahrgastzahlen zu kämpfen. Trotzdem hat der Konzern eigenen Angaben zufolge bereits rund 19.000 Stellen neu besetzt. An ihrem Rekrutierungsvorhaben will die Bahn auch weiterhin festhalten.

Berlin. Im ersten Halbjahr hat die Deutsche Bahn eigenen Angaben zufolge rund 19.000 Bewerbern eine Stelle zugesagt. Damit sieht sie sich auf gutem Weg, das selbstgesteckte Ziel von 25.000 Neueinstellungen im laufenden Jahr zu erreichen. Der Konzern habe trotz der enormen wirtschaftlichen Corona-Schäden seine Zusage eingelöst und auf Rekordniveau eingestellt, teilte Personalvorstand Martin Seiler mit. Schwerpunkte bei den Einstellungen lagen demnach im Instandhaltungs- und Bauprojektbereich.

Bahn hält trotz Corona an Rekrutierungsvorhaben fest

Wie viele Stellen unterm Strich neu hinzukommen werden, wurde zunächst nicht bekannt. Im vergangenen Jahr hatte der bundeseigene Konzern 24.000 neue Beschäftigte eingestellt. Abzüglich derjenigen, die die Bahn verließen – etwa, weil sie in Rente gingen – blieb demnach ein Beschäftigungsaufbau von 8000 neuen Mitarbeitern.

Weil in der Corona-Krise die Fahrgastzahlen eingebrochen sind, hat der Konzern mit hohen Verlusten zu kämpfen. An ihren Investitions- und Rekrutierungsvorhaben will die Bahn trotzdem festhalten. Der Bund als Eigentümer schießt Milliarden zu. Gespart werden soll vor allem beim Personal. „Um die Personaloffensive im Sinne einer Starken Schiene fortzusetzen, laufen aktuell Gespräche zu einer tariflichen Vereinbarung mit der EVG“, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, teilte Seiler mit. Beide Seiten hatten sich Ende Mai in einem „Bündnis für unsere Bahn“ zu den Zielen bekannt. Gerungen wird nun über den Weg.

RND/dpa