Freitag , 18. September 2020
Das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Curevac hat umgerechnet weitere 110 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Curevac streicht mehr als eine halbe Milliarde Euro an Investorengeldern ein

Das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen hat weitere 110 Millionen Euro an Investorengeldern erhalten. Nachdem Curevac gerade erst einen Deal mit dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline über 150 Millionen Euro bekanntgegeben hatte, folgt nun eine Investorengruppe um den Staatsfonds von Katar.

Tübingen. Das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Curevac hat umgerechnet weitere 110 Millionen Euro von Investoren erhalten. Neben dem Staatsfonds von Katar habe sich eine Gruppe weiterer schon bestehender und neuer Geldgeber an der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde beteiligt, teilte Curevac am Dienstag mit.

Damit beläuft sich das Gesamtvolumen der Kapitalbeteiligungen auf 560 Millionen Euro. Im Juni war bereits der Bund bei Curevac eingestiegen, um im globalen Rennen um einen Corona-Impfstoff eine mögliche Übernahme aus dem Ausland zu verhindern. Die Beteiligungen des Bundes belaufen sich auf 300 Millionen Euro.

Wichtige strategische Kooperationen

Ebenso erhält Curevac im Zuge einer strategischen Kooperation vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline eine Millionensumme. Gemeinsam soll an mRNA-Technologie und Antikörpern gegen Infektionskrankheiten geforscht werden, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten.

Curevacs bestehende klinische Entwicklungsprogramme zu mRNA-Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus sowie gegen Tollwut seien aber nicht Teil der Kooperation. GlaxoSmithKline beteilige sich mit umgerechnet 150 Millionen Euro an Curevac, was einem knapp zehnprozentigen Anteil am Tübinger Biotech-Unternehmen entspreche, hieß es. Außerdem erhalte Curevac eine Vorauszahlung von 120 Millionen Euro.

RND/dpa