Donnerstag , 29. Oktober 2020
Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, äußert sich bei einer Pressekonferenz in ihrem Ministerium zu vier neuen Batterie-Kompetenzclustern. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Batterieforschung: Karliczek baut Entwicklung aus

Forschungsministerin Anja Karliczek will die Batterie-Entwicklung in Deutschland in der „Champions League“ wissen. Deswegen hat das Ministerium neue Forschungsverbünde und 100 Millionen Euro Förderung ermöglicht. Wegen der Entscheidung für den Standort Münster für eine Batterieforschungsfabrik hatte sich Karliczek rechtfertigen müssen.

Berlin. Mit vier neuen Forschungsverbünden und einer Förderung von weiteren 100 Millionen Euro will Bundesforschungsministerin Anja Karliczek die Batterie-Entwicklung in Deutschland weiter voranbringen.

“Deutschland und Europa müssen in der Batterietechnologie international in der Champions League spielen”, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Die Batterietechnologie sei eine Schlüsseltechnologie der Zukunft und für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland von vielfältiger Bedeutung.

In den vier Kompetenzclustern werden laut Forschungsministerium mehr als 40 Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Die vier Forschungsgebiete sind: intelligente Produktion von Batteriezellen, energie- und materialeffiziente Herstellung sowie Recycling von Batterien, Batterie-Nutzungskonzepte, Analyse und Qualitätssicherung bei der Batterieherstellung.

Batterieforschungsfabrik in Münster

Karliczek bekräftigte, sie arbeite in der Batterietechnologie mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Hand in Hand. „Technologische Souveränität ist am Ende das Ziel unserer gemeinsamen Arbeit.“

Das Forschungs- und das Wirtschaftsministerium hatten im vergangenen Jahr entschieden, dass das Zentrum der deutschen Batterieforschung in Münster entstehen soll. Dort soll bis 2022 mit einem Aufwand von 500 Millionen Euro die erste deutsche Batterieforschungsfabrik gebaut werden. Die Standortauswahl war vor allem vom Land Baden-Württemberg scharf kritisiert worden, das die Fabrik in Ulm angesiedelt sehen wollte.

RND/dpa