Dienstag , 29. September 2020
Schaufensterpuppen mit genähten Atemmasken stehen in einem Geschäft mit Herrenmode in Berlin-Mitte. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Knappe Mehrheit der Deutschen gegen Abschaffung der Maskenpflicht im Handel

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister hatte eine Aufhebung der Maskenpflicht in Geschäften angeregt – und war damit in der Politik auf breite Ablehnung gestoßen. Laut einer aktuellen Umfrage lehnt auch die Mehrheit der Deutschen eine Abschaffung der Pflicht ab. Bei älteren Menschen ist die Ablehnung stärker.

Berlin. Jeder Zweite in Deutschland lehnt laut einer Umfrage die Abschaffung der Maskenpflicht im Handel ab – auch wenn es im jeweiligen Bundesland nur wenige Corona-Infizierte gibt und ein Mindestabstand eingehalten werden kann.

Wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov mitteilte, sind 54 Prozent gegen die Abschaffung, 37 Prozent befürworten dagegen solche Pläne. Neun Prozent der Befragten enthielten sich einer Aussage.

Bei Menschen ab 55 Jahren ist die Ablehnung der Pläne stärker (61 Prozent), während sich bei den 18- bis 24-Jährigen nur 36 Prozent dementsprechend äußerten.

Eine Aufhebung der Maskenpflicht hatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der “Welt am Sonntag” für sein Land angeregt. Der Vorstoß wurde fast ausschließlich ablehnend kommentiert. Die 16 Gesundheitsminister der Länder einigten sich am Montag darauf, die Maskenpflicht nicht aufzuheben. Zur Begründung hieß es, es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei.

Für die Umfrage wurden am 6. Juli 1093 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind nach Angaben von YouGov repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

RND/dpa