Freitag , 30. Oktober 2020
Der Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi's) will nach einem starken Umsatzrückgang Hunderte Stellen streichen. Quelle: Richard Drew/AP/dpa

Rote Zahlen: Levi’s streicht Hunderte Jobs in der Verwaltung

Die Corona-Krise hat ein weiteres Opfer gefordert: Der traditionsreiche Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi’s) musste im zweiten Quartal starke Umsatzverluste verzeichnen. Um die Kosten zu senken und Filialen zu erhalten, sollen etwa 700 Stellen in der Verwaltung gestrichen werden.

San Francisco. Der traditionsreiche Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi’s) will nach einem starken Umsatzrückgang und roten Zahlen in der Corona-Krise Hunderte Stellen streichen. Im zweiten Quartal brachen die Erlöse im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 498 Millionen Dollar (442 Mio Euro) ein, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss in San Francisco mitteilte. Unterm Strich erlitt Levi’s einen Quartalsverlust von 363 Millionen Dollar.

Stellenabbau von 15 Prozent geplant

Die Aktie reagierte nachbörslich mit deutlichen Kursabschlägen. Um die Kosten zu senken, sollen jetzt rund 700 Bürojobs wegfallen. Das entspricht laut Levi’s etwa 15 Prozent der Stellen außerhalb von Verkauf und Produktion. Die Maßnahme soll jährlich 100 Millionen Dollar einsparen. Insgesamt hat Levi’s nach eigenen Angaben rund 14.400 Mitarbeiter. Das Unternehmen war 2019 nach langer Abstinenz an die Börse zurückgekehrt, doch die Aktie ist seitdem stark gesunken.

RND/dpa