Montag , 26. Oktober 2020
Wird das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate ausgeweitet? Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp

Bundesländer für Ausweitung von Kurzarbeitergeld auf 24 Monate

Viele Menschen bekommen wegen der Corona-Krise Kurzarbeitergeld. Derzeit ist es befristet auf zwölf Monate. Die Wirtschaftsminister der Bundesländer wollen die Frist auf 24 Monate ausweiten, mitspielen muss allerdings noch die Bundesregierung.

Bremen. Die Wirtschaftsminister der Länder haben sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern.

Die Ressortchefs seien am Donnerstag bei einer Videokonferenz einem Antrag Bremens gefolgt, wonach sich Bundesminister Peter Altmaier (CDU) in der Bundesregierung für die Verlängerung einsetzen solle.

“Von einer solchen Regelung würden sowohl die Beschäftigten wie auch die Unternehmen profitieren”, sagte die Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, Bremens Senatorin Kristina Vogt (Die Linke).

Kurzarbeitergeld derzeit auf zwölf Monate befristet

Grundsätzlich gilt derzeit eigentlich eine zeitliche Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Bei der Konferenz, an der auch Altmaier teilnahm, ging es auch um die Überbrückungshilfen im Rahmen der Corona- Pandemie.

Altmaier habe großes Verständnis für eine Fortführung der Hilfen gezeigt, eine Entscheidung zu dem Thema aber erst für Anfang August in Aussicht gestellt, hieß aus Bremen. “Wenn wir die Betriebe der Veranstaltungsbranche retten wollen, dann können wir nicht jetzt mit den Hilfen aufhören”, warnte Vogt.

RND/dpa