Donnerstag , 22. Oktober 2020
Die Firma Baltic-Sound Rügen hat die Bühne der Störtbeker-Festspiele beleuchtet. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni strahlen zahlreiche Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft ihre Gebäude mit roter Beleuchtung an, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen. Quelle: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

“Night of Light” wirbt für Veranstalter in Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Veranstaltungsbranche hart getroffen. Mit einer besonderen Aktion wollen die Initiatoren von „Night of Light“ nun auf die prekäre Lage hinweisen. In zahlreichen Städten wurden dafür Gebäude mit rotem Licht angestrahlt.

Berlin. Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche am Montagabend auf ihre Lage in der Corona-Krise hingewiesen. Dafür wurden in zahlreichen Städten wichtige Bauwerke in rotes Licht getaucht. „Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen“, hieß es zur Begründung. Deutschlandweit sollten zahlreiche Gebäude angestrahlt werden, in Berlin etwa das Maxim Gorki Theater oder das Brandenburger Tor.

Auf der Internetseite der Veranstalter waren am Abend zu Beginn der Aktion bundesweit und im angrenzenden Ausland rund 8900 Gebäude verzeichnet, die angestrahlt werden sollten. Knapp 8200 Firmen hatten sich angemeldet. Beteiligen wollten sich unter anderem Betreiber von Eventlocations, Hallen, Kinos und Kleinkunst-Theatern sowie Technikausstatter, Messebauer, Zeltverleiher oder Tagungshotels.

Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise sei einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, hatten die Organisatoren rund um den Essener Eventlocation-Betreiber Tom Koperek im Vorfeld berichtet. Seit Mitte März mache die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr.

Dagegen setzten die Betroffenen “ein leuchtendes Mahnmal und einen flammenden Appell der Veranstaltungswirtschaft zur Rettung unserer Branche”, statt der existierenden Kredit-Programme sei “echte Hilfe” benötigt. Dazu solle ein “Branchendialog mit der Politik” dienen, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden.

RND/dpa