Mittwoch , 23. September 2020
50 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof haben keine Zukunft. Quelle: Harald Tittel/dpa

Diese Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof müssen schließen

Insgesamt 50 Filialen der Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof machen dicht. Ursprünglich war die Schließung von 62 Filialen geplant, doch nun müssen zwölf Filialen weniger schließen. Die Schließungsliste im Detail.

Bei der Sanierung von Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) wird es ernst: 50 der 172 Filialen, dazu ein noch nicht geöffnetes Kaufhaus in Berlin-Tegel und zwei Schnäppchencenter sollen geschlossen werden. Nach Verhandlungen mit den Vermietern, teilte das Unternehmen am Freitag jedoch mit, sechs weitere Warenhäuser weiter betreiben zu wollen. Damit sind 12 Filialen gerettet. Rund 750 Mitarbeiter behalten dadurch ihren Arbeitsplatz.

Der Konzern will darüber hinaus auch 20 von 30 Niederlassungen der Tochter Karstadt Sports und bis zu 24 Filialen von Karstadt Feinkost schließen. Hintergrund ist, dass Karstadt Kaufhof schon länger strauchelt – dem Konzern machen die Konkurrenz aus dem Onlinehandel, aber auch das veränderte Kundenverhalten sowie die starke Konkurrenz kleinerer und spezialisierterer Händler zu schaffen.

Karstadt Kaufhof: Welche Filialen schließen?

Die Deutschlandkarte zeigt alle Standorte, in denen Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof schließen werden:

Karstadt Kaufhof: Liste betroffener Filialen

Die Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof betreffen Standorte in nahezu allen Bundesländern. Einzig Thüringen bleibt von den Filialschließungen verschont. Diese 56 Filialen der Warenkette Galeria Karstadt Kaufhof müssen schließen:

Berlin Charlottenburg (Karstadt) Berlin Gropius-Passage (Karstadt) Berlin Hohenschönhausen (Kaufhof) Berlin Müllerstraße (Karstadt) Berlin Tempelhof (Karstadt) Bonn (Karstadt) Braunschweig (Kaufhof) Bremen (Kaufhof) Bremerhaven (Karstadt) Brühl (Kaufhof) Dessau (Karstadt) Dortmund (Kaufhof) Düsseldorf Schadowstraße (Karstadt) Düsseldorf Wehrhahn (Kaufhof) Essen (Kaufhof) Essen (Karstadt) Flensburg (Karstadt) Frankfurt Hessen-Center (Kaufhof) Frankfurt Zeil (Karstadt) Fulda (Kaufhof) Göppingen (Kaufhof) Gummersbach (Karstadt) Gütersloh (Karstadt) Hamburg Bergedorf (Karstadt) Hamburg Mönckebergstraße (Kaufhof) Hamburg Wandsbek (Karstadt) Hamm (Kaufhof) Hannover Georgstraße (Karstadt) – mehr lesen Sie bei der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”. Ingolstadt (Kaufhof) Iserlohn (Karstadt) Köln Weiden (Kaufhof) Landau (Kaufhof) Lübeck (Karstadt) – mehr lesen Sie bei den “Lübecker Nachrichten”. Mainz (Karstadt) Mannheim N7 (Kaufhof) Mönchengladbach Reydt (Karstadt) München Am Nordbad (Karstadt) München OEZ (Karstadt) München Stachus (Kaufhof) Neubrandenburg (Kaufhof) – mehr lesen Sie bei der “Ostsee-Zeitung”. Neumünster (Karstadt) Neunkirchen (Kaufhof) Neuss (Kaufhof) Norderstedt (Karstadt) Osnabrück (Kaufhof) Stuttgart Bad Cannstatt (Kaufhof) Sulzbach MTZ (Karstadt) Trier Simeonstraße (Karstadt) Witten (Kaufhof) Worms (Kaufhof)

Außerdem machen die zwei Schnäppchencenter in Gießen und im Frankfurter Nordwestzentrum dicht, sowie die noch nicht eröffnete Filiale in Berlin Tegel.

Diese Filialen werden doch nicht geschlossen

Nach Verhandlungen mit den Vermietern hat Galeria Karstadt Kaufhof am Freitag bekannt gegeben, sechs Filialen weniger als ursprünglich geplant zu schließen. Sechs weitere Filialen, die vor dem Aus gerettet werden, kamen am 17. Juli hinzu. Dabei handelt es sich um folgende Filialen:

Dortmund (Karstadt) Nürnberg Lorenzkirche (Karstadt) Goslar (Karstadt) Potsdam (Karstadt) Chemnitz (Kaufhof) Leverkusen (Kaufhof) Berlin-Lichtenberg (Ringcenter) (Kaufhof) Bielefeld (Karstadt) Hamburg (Alstertal-Einkaufzentrum) (Kaufhof) Leonberg (Karstadt) Nürnberg-Langwasser (Karstadt) Singen (Karstadt)Corona verschlimmerte Krise bei Galeria Karstadt Kaufhof

Galeria Karstadt Kaufhof war durch die pandemiebedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Galeria Karstadt Kaufhof rechnet durch die Pandemie und den durch sie ausgelösten Konjunkturabschwung bis Ende 2022 mit Umsatzeinbußen von bis zu 1,4 Milliarden Euro.

RND/dpa